05.01.2008

Über die Wirkung von Kulturförderung

Der Betreiber rb des Kulturblogs, dessen Beiträge ich übrigens immer mit grossem Gewinn lese, fragt sich in seinem gestrigen Beitrag "Warum fast nur Altes gefördert wird":
Die öffentliche Kulturförderung geht zu einem grossen Teil an die Erhaltung und Pflege von alten Werken und Gegenständen; um Neues zu ermöglichen bleibt wenig Geld übrig. Das ist fast in der gesamten westlichen Welt der Fall, auch in Zürich.
Da könnte ich ihm jetzt, boshaft wie ich bin, entgegenschmettern, dass solches nur an der reaktionären Kulturbürokratie liege. Oder glaubt rb wirklich, dass die Kulturbürokratie Neues initiieren kann? Er schreibt zwar am Schluss seines Beitrages, dass die Kulturförderung nur ein Spiegel der Gesellschaft ist. Das würde dann in letzter Konsequenz bedeuten, dass sich auch die öffentlich geförderte Kunst lediglich im dumpfen Mittelmass von Gesellschaft und Bürokratie spiegelt! Dann verstehe ich auch, weshalb wir öffentliche Kunst- und Kulturförderung brauchen: Auf dass das graue Mittelmass nicht verschwinden mag. Denn hohe Kunst und Kreativität ist fürs Mittelmass nicht zu ertragen.

1 Kommentare:

Hanspeter Gautschin hat gesagt…

Wenn schon niemand sonst kommentiert, mach' ich's halt selber:

Das ist mein 100. Beitrag seit Beginn meiner Blogger-Tätigkeit mit 'Bodeständigi Choscht'.

Herzliche Gratulation Hanspeter!!!