Dienstag, 6. Mai 2008

Es wird hässlich werden

Dass auch der boomende Kunstmarkt der letzten Jahre massiv 'gehebelt' (Leverage) wurde, scheint sich den staunenden Kunstliebhabern allmählich zu enthüllen. Ganz klar ist: Ohne billige Kredite hätte es auch den Boom in den Galerien und Auktionshäusern so nicht gegeben.

"Es wird hässlich werden", meint Sebastian Moll dazu im Spiegel:

Die weltweite Krise der Finanzmärkte senkt ihren drohenden Schatten auch über den bislang florierenden Kunstmarkt. Noch gibt man sich in der Branche zuversichtlich, doch die New Yorker Frühjahrsauktionen werden zeigen: Ist die Galgenfrist bis zum unausweichlichen Crash bereits verstrichen?
Ganzen Artikel lesen: HIER
Ich habe die Kunst des globalisierten Wirtschaftens nie richtig verstanden. Ich staunte einfach über das Jonglieren mit Milliardenbeträgen und vermeinte, Alchimisten am Werke zu sehen. Alchimisten, welche buchstäblich aus Sch...sse Geld machten.

Dumm nur, dass wir wohl bald alle in dieser Sch...sse stecken werden.

8 Kommentare:

Christian

Ob Scheisse oder Geld, wenn der Bezug zur Realität verloren geht, ist das immer ziemlich ungünstig.

Aber die Verluste der Aktionshäuser werden uns wohl nur peripher tangieren.

Hanspeter Gautschin

Einverstanden. Doch es verwundert mich schon, dass buchstäblich alle Bereiche - auch der Kunstbereich - der Spekulation anheimfallten.

Zappadong

Das, Hanspeter, verwundert mich nun gar nicht. Und ehrlich gesagt, wäre es begrüssenswert, wenn auch im Kunstbereich wieder einmal etwas weniger (geld)hysterisch agiert würde.

Hanspeter Gautschin

Ups: 'anheimfallten'. Welch' desaströses Deutsch!

@zappadong: Find' ich auch.

Christian

Wenn wir mal die monetäre Kategorie außer Acht lassen, dann ist der Kunst- und Kulturbereich, in dem wirklich spekuliert wird,doch eher klein.

Wenn man den hochdramatischen Spiegel-Artikel liest, könnte man meinen, das Ende von Kunst und Kultur stehe unmittelbar bevor.

Christian

Da hat sich der Spiegel übrigens die Anregung für den Artikel geholt: http://tinyurl.com/3ma4w9

Hanspeter Gautschin

Ja schau, die Journis sind halt auch nur verkappte Blogger.

Im übrigen glaube ich schon, dass die Zocker auch hier im Kunstmarkt so einige Milliarden Kreditgelder verspielt haben.

Christian

Ich kenne die Zahlen nicht, daher weiß ich nicht, ob es sich wirklich um Mrd. handelt. Aber dass man sich auch im Kunstmarkt verspekulieren kann, nehme ich doch stark an.

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