Kunst findet anderswo statt
Im gestrigen 'Kulturplatz' liess mich der scheidende Direktor des Theaters am Neumarkt schmunzeln. Mit eleganten Hieben stichelte Wolfgang Reiter gegen das gängige Schweizer Kultur- und Kunstgebaren:
"... Ihm sei das übertriebene Sicherheitsbedürfnis der Schweizer Kulturschaffenden aufgefallen (...) Überhaupt sei die Schweiz nicht unbedingt ein Land der Ermöglicher, sondern ein Land der Profiteure. Deshalb hole man sich gerne die im Ausland gefeierten Produktionen ins Haus ..."Da ich nicht gerade als unbescheiden gelte, möchte ich nachfolgend meinen LesernInnen die eigenen Worte dazu in Erinnerung rufen:
"... Das gewerkschaftliche Anspruchsdenken und das sich Balgen am Futtertrog scheinen den Kultur- und Kunstschaffenden in der Schweiz vorrangiges Tun zu sein (...) Vielleicht ist es tatsächlich so, dass das Fördermodell Schweiz lediglich zu einer dumpfen Masse von Geldempfängern geführt hat. Warnzeichen gibt es ja viele, beispielsweise, dass Schweizer KünstlerInnen ausserhalb ihres Gärtchens kaum wahrgenommen werden. Das scheint sie jedoch nicht zu stören. Man hat sich arrangiert, denn Kulturgeld ist in der Schweiz Schweigegeld. Kunst findet anderswo statt ..."Hier noch die gestrige Sendung 'Kulturplatz' zum Anschauen:
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