Über das Abenteuer, im eigenen Garten zu zelten
Hurra, die Sommerferien haben begonnen. Ich beobachte mich dabei, wie ich Jahrzehnte in Gedanken zurückgehe, mich an die eigene herrliche Sommerferienzeit erinnere. Die ersten beiden Wochen liebte ich. Praktisch alle Nachbarskinder waren noch da, mussten nicht in die von Oben verordneten Ferien verreisen. Bereits in den 60er Jahren war es nämlich Standard, zumindest in die Berge, ins Tessin oder als höchstes Statusgefühl: nach Italien ans Meer zu verreisen. Doch eben: die ersten beiden Wochen waren für uns Kinder reserviert. Da konnten wir ausgiebig spielen, ohne ans lästige Hausaufgabenmachen erinnert zu werden. Etwas vom Schönsten,was wir spielten, war das 'Plänlis'. Und das ging so: Schnell waren zwei Gruppen abgezählt. Die eine Gruppe hatte den Auftrag, sich irgendwo im und ums Dorf zu verstecken, vorher jedoch mit Kreide einen entsprechenden Plan für die Suchgruppe auf die Strasse zu zeichnen. Natürlich hatten wir sämtliche Tricks drauf, um im Plan nicht schon alles zu verraten. Die Suchgruppe musste also rätseln, wo sie die andere Gruppe wohl finden würde. Und dann ging's los. Ich spüre noch heute das Kribbeln, das mich beim Verstecken befiel. Ob die uns wohl heute finden werden? Und die Suchgruppe neigte die Köpfe so lange über den Plan auf der Strasse, bis zumindest einer meinte, des 'Pudels Kern' nun gefunden zu haben.
Dann war natürlich auch Zelten angesagt. Jedoch nicht wie heute mit allem Schnickschnack. Wir bauten uns die Zelte noch selber - im eigenen Garten. Mit Obstharassen, Segel- oder anderem Tuch und vielen Wäscheklammern (sehr zum Leidwesen unserer Mütter). Da konnten wir dann stundenlang in diesen Zelten spielen und oh grosses Glück: Auch übernachten.
Vielleicht sollte auch ich wieder einmal das Zelt im eigenen Garten aufschlagen und die spezielle Romantik geniessen. Was wohl meine Nachbarn dazu sagen werden?





1 Kommentare:
Egal was die Nachbarn sagen... einfach machen... :-D
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