Montag, 22. September 2008

Ein weiteres Stiefkind: Die Scherenschnittkunst

Während meiner vielen Jahren als Kulturmensch sind mir die unglaublichsten Sachen begegnet. Deshalb werde ich ab jetzt in loser Folge entsprechende Geschichten hier einbringen.

Die erste Geschichte zeigt eindeutige Muster auf, wie in der geistvollen Kunst-, Kultur- und Museumswelt Schweiz mit eigenem Schaffen umgesprungen wird.

Beispiel Scherenschnitte: Die ausserschweizerische Fachwelt ist sich einig: Die Schweizer ScherenschnittkünstlerInnen sind Weltklasse in dieser Kunst/diesem Kunsthandwerk. Beispielsweise hängen Scherenschnitte des bekanntesten Scherenschnitt-Künstlers Ernst Oppliger im wohl bedeutendsten Museum für Design und Kundsthandwerk: im Cooper Hewitt National Design Museum in New York.

Die meisten grösseren kulturhistorischen Museen in der Schweiz (insbesondere das Landesmuseum in Zürich) sitzen auf einer stattlichen Anzahl von historisch wie auch künstlerisch wertvollen Scherenschnitten. Die lagern jedoch im dunklen Archiv, meistens unter unwürdigsten Verhältnissen. Diese Schätze jedoch fürs Publikum sichtbar machen? Fehlanzeige. Denn Scherenschnitte sind doch nur fürs tumbe Volk und das möchte man/frau nun wirklich nicht in den "heiligen Hallen".

Wie lange wird es noch dauern, bis die Scherenschnittkunst in der Schweiz ihre verdiente Würdigung erhält?

Siehe dazu auch den entsprechenden Fachartikel HIER im Blog.

PS: Ich habe erfolgreich Scherenschnitt-Ausstellunen realisiert - unter Ausschluss der 'geistigen Elite' zwar, jedoch mit immer viel 'Fuss-Volk' (= zahlende BesucherInnen, im Gegensatz zur 'geistigen Elite'!!!). Ausserdem gute Verkäufe und begeisterte Kinder und Jugendliche, welche die speziellen Workshops besuchten.


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