Wie Hobos früher kochten
Meinen aufmerksamen BloglesernInnen ist's sicher nicht entgangen, dass ich hie und da von Outdoor-Erlebnissen schwärme. Es gibt für mich wahrlich nichts Schöneres, als draussen in der Natur zu sitzen, zu schlafen und vor allem auch... zu speisen. Da draussen schmeckt nämlich sogar eine profane Schweizer Wurst, gegrillt und geschmort über dem offenen Feuer (besser: Glut), vorzüglich. Eine maschinell hergestellte Knorr-Suppe, flugs aus dem Beutel befreit und hineingerührt ins kochende Gamellenwasser, bekommt durch des Feuers Würze Gehalt und Geschmack. Manchmal hat's mich auch in Gegenden verschlagen, wo es mir nicht möglich gewesen ist, ein Feuerchen zu entfachen. Da hab' ich mir dann mit einem Gaskocher ausgeholfen. Ein leckeres Holzfeuerchen jedoch kann ein solcher nie und nimmer ersetzen.
Doch jetzt habe ich etwas ganz Erstaunliches entdeckt. In Oberdorf SO (Weissenstein) gibt's einen überaus hellen Kopf. Der hat ein ganz altes Kochprinzip
Das Prinzip des "HOBO-Ofens" ist beinahe 150 Jahre alt. Ausgedacht wurde es von den Wanderarbeitern (Hobos), welche die weiten Gebiete des nordamerikanischen Kontinents durchstreiften. Sie benötigten eine einfache und wirkungsvolle Methode, um ihr Essen zu kochen. Dies erreichten sie, indem sie ihre leeren Konservendosen derart mit Öffnungen versahen, dass ein Brennraum entstand, in welchem sich die Hitze konzentriert entfalten konnte. Die Hitzeentwicklung war so gross, dass sie auch feuchtes oder schlechtes Brennmaterial verwenden konnten.weiterentwickelt und bietet unter dem Namen Magic-Flame ein erstaunliches Gerät an. Dieses kleine Ding erzeugt sagenhafte 800 Grad Celsius mit nahezu allem möglichen Brennstoff der mickrigsten Art und verwertet auch feuchtes oder morsches Holz gut. Ist sogar, und das dürfte die Herren der Schöpfung entzücken, durch seine hohe Arbeitstemperatur SELBSTREINIGEND!
Dieses Gerät muss ich mir zulegen. Wer weiss, ob es mir nicht auch zuhause (noch) gute Dienste leisten wird?
Fast hätte ich es vergessen: HIER ist der Link zu diesem feinen Gerät.
Und hier können wir mit Arlo Guthrie in längst verblichenen Hobo-Zeiten schwelgen:





1 Kommentare:
"Genial!" tönt es soeben aus dem Munde meines Mannes. Das Geniale bezieht sich auf deinen Beitrag über den HOBOS-Ofen, lieber Hanspeter. Ich traue meinen Ohren nicht. Fast schon schwärmerisch höre ich meinen sonst doch eher nüchternen Mann sagen: "Männerromantik pur! Das absolut ultimative Outdoorfeeling. Muss ich haben!"
Ich sehe nun dem neuen Jahr mit gemischten Gefühlen und leichter Beklemmung in der Herzgegend entgegen: Anstelle des versprochenen Dreisterne-Essens in einem nobeln Restaurant gibt es nun wohl Beutelsuppe und Büchsenravioli in der Magic-Flame.
Dankend grüsst dich
Hausfrau Hanna
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