Institutionen sterben nicht so schnell
Ich habe mich ja mehrmals schon darüber gewundert, wie die deutschsprachige Kulturszene die Zeichen der Zeit ignoriert. In einem Kommentar zu einem entsprechenden Beitrag auf Kulturmanagement
meinte eine Kommentatorin doch tatsächlich:“2009 is going to be a bloodbath.” (die Holzmedien betreffend)
Hoffen wir, dass wir das vom Kunst- und Kulturbereich nicht behaupten müssen. Weder 2009 noch später. Nicht weil ich glaube, dass der Kelch am Kunst- und Kulturbereich vorübergeht, sondern weil ich davon überzeugt bin, dass sich der Wandel auch aktiv gestalten lässt, ohne Blutbad.
"... Institutionen sterben nicht so schnell. Sie leben länger, als manch einer denkt. Immerhin haben sie das Überleben zumeist schon mehrere Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte geübt.
Ich bin überzeugt davon, dass auch die ‘traditionellen’ Organisationen den Wandel schaffen und sowohl den Umgang mit der Finanzkrise als auch mit dem Internet bewältigen werden ..."
HALLO!! AUFWACHEN!!
Hier nur zwei Nachrichten des heutigen Tages:
Bürger sollen über horrende Gebührenerhöhung die Zinslast abtragenDie Kunst- und Kulturszene träumt weiter... Will mal schauen, wie sich die wackeren KulturverwalterInnen in den nächsten Monaten so schlagen werden.
"... Auch beim Personal soll kräftig hingelangt werden. Den Abbau von 750 Stellen schlägt B. vor, davon allein 110 im Kulturbereich mit Theater und Orchester. Und auch nach den ersten beiden Paketen mit insgesamt 135 Mio. Euro Sparpotenzial sieht der Mentor dem Vernehmen nach das Ende des Sparen noch nicht gekommen ..."
Link: Der Westen
Kalifornien ist PLEITE!!!
Der grösste Bundesstaat der USA kann keine Steuerguthaben mehr zurückerstatten. Kann Mitarbeiter nicht mehr bezahlen.
Link: Los Angeles Times





1 Kommentare:
Kreativität passt nicht in festgefügten Strukturen. Der Materialismus ist in der Schweizer die höchste Tugend.
Alles was nicht zählbar, wägbar und berechenbar ist, ist dem Schweizer suspekt.
Im Zeitalter des „als ob“, der werbewirksamen Ethik ohne Inhalt sind Inhalte suspekt. Man muss nur so tun als ob man Kreativ wäre und lässt dies von Werbfachleuten in Welt hinausposaunen lassen.
Am meisten liebe ich die CI's, die von „hohen ethischen Standards“ schwadronieren, aber der zuständige Qualitätsmanger nicht erklären kann was ein „ethischer Standard“ ist.
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