Nullkommanix in Trance
Um all' die vielen bösen Geister zu vertreiben, die unser Hirn vernebeln, unseren Geldsäckel leeren und unser Vorsorgekapital verspekulieren, hätte die Schweiz ein probates Mittelchen. Es existiert da nämlich ein wundersamer Brauch, noch fleissig ausgeübt in der Innerschweiz, im Berner Oberland und im Appenzellischen: Das Trychle oder Schelleschöttle (in Appenzell). Ich selber hatte mehrmals das Vergnügen, mich daran zu beteiligen. Nicht lediglich als passiver Zuschauer, sondern als aktiver Trychler. Ich kann Euch sagen: Das fährt so richtig ein. Da fällst du nullkommanix in Trance und vergisst für Augenblicke den globalen Spuk:
Siehe dazu auch den Beitrag auf Blogwiese: Hat da jemand beim „Streicheln“ das „S“ vergessen? — Was sind Treicheln





2 Kommentare:
Leben ist Musik und Rhythmus. Jede traditionelle Handarbeit hat ihre Melodie. Das Gleiten den Sensen im Gras. Der Rhythmus beim Schaufeln, Dreschen, Tengeln.
Solange es landwirtschaftliche traditionelle Handarbeit gab, war das Leben von Musik erfüllt. Rhythmisches Arbeiten löste den Geist vom Körper. Mist schaufeln, Erdemischen, Tengeln etc. versetzt den Körper in Trance. Besonders stark ist das, wenn die Milch beim Handmelken zischt.
Wo einst das Leben und der Rhythmus die Musik des Lebens spielten, sind heute laute Maschinen am werk.
Die selbe Diskrepanz wie zwischen einem Naturjodel und der Streetparade.
Merci Antoine, das hat was. Und es inspiriert mich gleich für einen entsprechenden Beitrag - später.
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