Samstag, 7. März 2009

Aufwachen und Präsenz markieren

Kompliment, Frau Zappadong!

Da rühr' ich auf meinem bescheidenen Blog auch die Trommel. Denn so geht's nun wirklich nicht mehr (weiter). Ich finde, wir tumben SteuerzahlerInnen sollten endlich aufwachen und merken, was im Staate alles so faul ist. Lasst uns endlich dieser Kaste - auch genannt: VolksZertreter - von Service-Klüblern, Logenbrüdern und anderswie und -wo gekauften Seelen zeigen, wo "Bartli der Moscht" holt - ehe es allzu spät ist.

Deshalb veröffentliche ich den Offenen Brief von Frau Alice Gabathuler hiermit und meine, dass auch andere BlogerInnen dem Beispiel folgen solltenn:

Vorbemerkung:
Der Ständerat hat am Donnerstag beschlossen, dass arbeitstätige Eltern, die sich um ihre schwer kranken Kinder kümmern wollen, keinen bezahlten Pflegeurlaub und kein Taggeld erhalten. Das alleine wäre erschütternd genug. Noch erschütternder waren die Begründungen. Zu teuer. Können wir uns nicht leisten. Zitiert wurde dabei u.a. Frau Forster-Vanini, und weil sie als Ständerätin des Kantons St. Gallen auch mich vertritt, schreibe ich ihr diesen offenen Brief (den ich ihr auch privat geschickt habe). Und weil dieser Brief persönlich ist und ich öffentlich dazu stehen will, habe ich ihn auch mit meinem eigenen Namen unterschrieben.

Liebe Frau Forster-Vannini

Als Ständeratin des Kantons St. Gallen vertreten Sie unter anderem auch mich.
Ich stelle ernüchtert, erschüttert und sehr, sehr wütend fest: Man kann heutzutage ungestraft eine Bank an die Wand fahren. Bezahlen dürfen das dann die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen. Einen bezahlten Urlaub für Eltern von pflegebedürftigen Kindern (die ebenfalls Steuern zahlen für die an die Wand gefahrenen Banken) können wir uns hingegen “nicht leisten”.

Unsere Welt, unsere Schweiz ist sehr, sehr kalt geworden, wenn wir so weit sind, dass uns eine UBS alles und ein todkrankes Kind nichts kosten darf.
Ich bin nicht direkt von diesem Entscheid betroffen und trotzdem bin ich wütend wie schon lange nicht mehr. Wäre ich direkt betroffen, ich käme mir vor wie der letzte, wertlose Dreck - und sehr, sehr alleine gelassen.

Glauben Sie mir, ich sähe mein Steuergeld viel, viel lieber bei einer Familie mit einem kranken Kind als in einer Bank.

Alice Gabathuler, Jugendbuchautorin

PS: Ich frage mich halt schon, welche Macht die Politik kontrolliert und sie dazu zwingt, nur für das Überleben der Finanzelite zu sorgen.

2 Kommentare:

Zappadong

Oh, erst jetzt gesehen. Danke!

Ich bleibe dran.

dan

Habs auch erst jetzt gesehen. Echt eine Schweinerei!
Zusätzlich hab ich den Link von Frau Zappadong getwittert...

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