Freitag, 27. März 2009

Was ist Glück?

Gib' mal im Google-Keyword-Tool das Wörtchen "Glück" ein. Da haben doch tatsächlich 1,2 Millionen Menschen im Februar nach "Glück" gesucht. Da scheint mir eine echte Nachfrage nach diesem Gut zu sein.

Sind wir also hier auf Erden, um das Glück zu suchen? Möglicherweise schon. Es gibt ja ganze Industrien, die uns "glücklich" machen wollen. Glück scheint also zu den erstrebenswertesten "Gütern" dieser Erde zu zählen.

Doch, was verstehen wir Glücksritter wohl darunter? Knüpfen wir das Glück an Bedingungen? In der Softwareprogrammierung kennt man die IF-THEN-Bedingung. Vielmals möchten auch wir das Glück genau so erhaschen: Wenn ich dann reich bin, bin ich glücklich. Wenn ich dann beruflich erfolgreich bin, dann bin ich glücklich. Wenn ich dann meine Traumfrau/meinen Traummann gefunden habe, bin ich glücklich.

So reife Semester wie ich haben lange genug mit dieser Programmierung gearbeitet, um zu berurteilen, ob diese IF-THEN-Programmierung funktioniert. Doch, doch: Hin und wieder ist es mir gelungen, eine Glücksbedingung ins Dasein zu zerren. Doch dummerweise fehlte mir dabei meistens das heissersehnte Glücksgefühl. Nicht immer, jedoch meistens.

Was macht denn dieses vermaledeite Glück nur aus? Gibt's Rezepte? Gibt's Anleitungen zum Glücklichsein? Tonnenweise. Trotzdem sind wir meistens unglücklich, weil uns diese Anleitungen zwar bei Befolgung zeitweise in einen Glückszustand versetzen können, wir jedoch noch glücklicher als zuvor sein möchten.

Ich für meine Wenigkeit halte es mit der Philosophie meines Blogs: Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen. Oder poetischer ausgedrückt: Im Alltagszauber liegt oft das Glücksmoment.

PS: Es gibt im Internet tatsächlich auch ein Glücksarchiv: HIER

4 Kommentare:

theomix

Glück - ist doch oft genug auch Geschenk. Das gefällt mir gut. Wenn mir etwas glückt, macht ich das auch glücklich. Vielleicht sogar stolz, oder zufrieden.
Da hat Glück mit Gelingen zu tun.
Aber oft genug sind Glück und Zufall Geschwister: was mir zufällt, kann glücklich machen.
Aber letztlich geschieht vieles "auf gut Glück"...

Hausfrau Hanna

"Das Leben ist
etwas so Zerbrechliches,
und das Glück
lässt sich nicht festhalten"

In diesem einen knappen Satz steckt Weisheit und Wahrheit, lieber Hanspeter. Schade, dass er nicht von mir ist. Astrid Lindgren hat ihn formuliert. Sie war und ist für mich eine der grössten Schriftstellerinnen. Obwohl sie nur für Kinder schrieb...

Herzlich grüsst dich
Hausfrau Hanna

Hanspeter Gautschin

Kinder wollen eine heile Welt, deshalb zeige ich in meinen Büchern, wie sie aussieht.

Das meinte meine (auch) heissgeliebte Astrid Lindgren zu...
"obwohl sie nur für Kinder schrieb.

Hausfrau Hanna

Aber Astrid Lindgren zeigte nicht nur die heile Welt und die Frische und den Charme der Kinder von Bullerbü, lieber Hanspeter.
Sie schrieb auch über die triste, lieblose Welt im Waisenhaus oder die Ausbeutung von Kindern durch grausame Erwachsene.
Und auch der Tod war ein Thema.
Aber sie hatte die Gabe, das Glück und das Leiden gleichwertig nebeneinander zu beschreiben. Ohne Kitsch und ohne Moral.

Copyright 2007- : BodeständiX

Template 'CoolingFall' by Ourblogtemplates.com