Wo Passivrauchen angezeigt ist
Jetzt, wo allerortens Rauchverbote wuchern, möchte ich dem Tabak doch ein Räuchlein winden. Ich habe nämlich vor Jahren den spirituellen Gehalt dieser Pflanze eindrücklich demonstriert bekommen: In speziellen Pfeifen-Zeremonien rauchen die nordamerikanischen Ureinwohner nicht nur schnöde den Tabak; der Tabakrauch hilft ihnen, die Verbindung zum "Grossen Geheimnis" (Wakan Tanka) einzugehen. Doch auch sonst ist den Ureinwohnern der Tabak nicht Sucht- sondern Heilmittel. Sein Saft hilft nämlich auch gegen Zecken und desinfiziert Wunden.
Wir müssen jedoch nicht so weit reisen, um Tabak als Heilpflanze kennenzulernen. Auch hier in der Schweiz galt diese Pflanze lange Zeit als probates Mittelchen gegen allerlei Gebresten:
Innerlich wurde Tabaktee, Tinktur oder auch Pillen gegen Krankheiten wie Keuchhusten, Asthma, Wassersucht, Harnverhalten und gegen verschiedenste Nervenerkrankungen angewandt. Der Spiritus Nicotianae (Tabakgeist) wurde eingenommen zur Behandlung der Trommelsucht (Blähungen) oder auch gegen Wurmbefall. Bei Seeleuten war der Tabak als Mittel gegen Skorbut in Gebrauch. In Form von Klistieren wurden die Pflanzenblätter vor allem bei hartnäckiger Verstopfung oder eingeklemmten Brüchen verwendet. Auch das Rauchen zu medizinischen Zwecken - beispielsweise bei sehr starkem Husten!!! - wurde praktiziert. Dabei wurde Nichtrauchern ausdrücklich das Passivrauchen empfohlen um den heilenden Rauch einzuatmenSo ändern sich halt die Zeiten. Auf jeden Fall hat mir dieser Beitrag geholfen, mein schlechtes Gewissen zu besänftigen, weil ich trotz aller Anfeindungen immer noch rauche. Möge Wakan Tanka bei meinen vielen Rauchopfern mit mir sein. Howgh!
s. dazu auch "Geschichte des Rauchens"





3 Kommentare:
Diese Geschichte gefallt mir.
Ich habe schon for 10 jahren aufgehort, aber manchmal wurde ich gerne eine gut zigarette rauchen
lol
Wenn Rauchen hilft, das 'Grosse Geheimnis' zu lüften, sollte ich doch wieder damit beginnen, lieber Hanspeter ;-)
Dass eine Zigarette auch Heilmittel sein kann, habe ich damals bei einer Schulfreundin erfahren:
Die musste nämlich jeden Morgen zuerst eine rauchen. Erst dann konnte sie aufs Schisshüsli...
Möge Wakan Tanka immer mit dir sein!
Hausfrau Hanna
@Anonym,
ja, mir gefällt diese Geschichte von BodeständiX auch!
Bei mir werden es bereits 25 Jahre, dass ich mit Rauchen aufgehört habe. So alle zwei Jahre überfällt mich jedoch immer noch die Sucht. Ich habe dann stets den gleichen Alptraum, dass ich wieder eine Zigarette in der Hand habe und inhaliere. Und jedes Mal erwache ich schweissgebadet und bin dann sehr erleichtert, dass es nur im Traum geschah...
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