Liebe Förderkraten, macht' endlich wieder Dummheiten!
Och, och, och... irgendwie sind mir die Geschichten ausgegangen. Vielleicht ist auch nur die drückende Hitze schuld daran, dass sich ideenmässig in mir nichts mehr tut. Zu allem Unglück sollte ich morgen Freitag noch einen längeren Bericht abliefern, den ich überhaupt noch nicht angefangen habe. Eben: Ideen- und anfangslos bin ich zur Zeit.
Wie konnte ich doch vor genau einem Jahr über die Elite, die Förderkratie wettern. Freunde, das waren noch göttliche Zeiten. Deshalb greif' ich jetzt einfach auf diesen Artikel, den ich exakt vor einem Jahr geschrieben habe, zurück. Wenn ich diesen Blogbeitrag so lese, merke ich, dass in der Zwischenzeit alles so verdächtig still geworden ist. Die Förderkratie hält sich bedeckt. Die Schweizer Kunst ist stumm. Der Hirschhorn trauert vergangenen Bank(st)er-Kunstmessen nach...usw., usw.
Hier also der versprochene Beitrag bzw. der Schluss davon:
"... Dürfen wir vielleicht nicht wissen, dass Kunst wie Kultur schon immer von der Elite eingezäunt wurde, dass auch die abgeschliffene 'Volkskultur' des 19. und 20. Jahrhunderts geschaffen wurde, um den Pöbel zu sozialisieren? Urwüchsige traditionelle Kultur hat nämlich immer etwas Rebellisches an sich, was die Elite gar nicht goutiert. Auch das jugendliche Kreative ist der Elite ein Dorn im 'allsehenden Auge'.
Schulbeispiel sind für mich die 80er Jugendunruhen in der Schweiz, die letztendlich
a) zur Gründung vieler kantonaler Förderstellen
b) zur Aufstockung der Kulturgelder, und
c) zu unzähligen (eingezäunten) Kulturhäusern
führten und somit alles wieder überschaubar blieb. Wie gesagt, für die herrschende Elite gilt urwüchsig-kreatives Tun immer als anrüchig. Man muss solches Tun in (von ihnen) gelenkte (geförderte) Bahnen leiten. Jetzt muss halt noch die 'Volkskultur' in der Schweiz eingezäunt werden - ins Gärtchen der Innovation und (ganz verschämt) Tradition.





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