Mittwoch, 10. Juni 2009

Wie man ohne Subventionen die Häuser füllt

Schon mehrmals habe ich darüber berichtet, dass die Mundart-Rapper und die Jodler so Einiges gemeinsam haben. Nicht nur, dass sie in ihren Liedern aus der eigenen Erlebenswelt (Erlebnislyrik) erzählen, neuerdings ist mir aufgefallen, dass beide sich auch vorzüglich virtuell vernetzen. Beispiel Facebook: Da hab' ich mich kürzlich als Wurzel 5-Fan eingetragen und erhalte seitdem regelmässig Einladungen zu ihren Konzerten. Diesen Freitag besuche ich übrigens - eben auf Einladung via Facebook hin - ein Konzert in Solothurn. Auch die Jodler halten damit nicht hintenan. Dank Facebook bin ich immer auf dem Laufenden, wo und wann die speziellen Konzerte stattfinden. Doch auch in der Offline-Welt machen beide effizienteste Veranstaltungswerbung. Beide kennen ihre Fans genaustens und deshalb verteilen sie ihre Flyers/Postkarten gezielt unter den Multiplikatoren. Im Nu sind die entsprechenden Anlässe gefüllt. Ohne grossen Werbeaufwand. Ich glaube, da könnten noch so Einige von den Rappern und Jodlern lernen, was effizientes und kostengünstiges Veranstaltungsmanagement ist. Doch eben: Solange (noch) die Subventionen fliessen, haben 'die Etablierten' solches nicht nötig. Ach ja, die Rapper und Jodler erhalten übrigens keine Subventionen.

PS: Man komme mir jetzt nicht damit, dass die etablierten Häuser eben "schwere Kost" für Wenige bereithalten müssten... da hätte ich dann schon Antworten.

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