Dienstag, 25. August 2009

aeschbacher x solo

Foto: Peter Moser-Kamm

Wer ihn schon einmal "live" erleben durfte, um den ist's meistens geschehen. Seine Musik verzaubert, lässt einen nicht mehr selbstgefällig ruhen. Die Rede ist von Werner Aeschbacher, dem Unscheinbaren und gerade deshalb: Genialen. Werner Aeschbacher ist keiner, der laut behaupten würde; er ist eher ein Abschwächer, der Bauernsohn aus Eggiwil im Emmental mit seinem Örgeli.

Seine Musik ist beseelt; sie führt mich zurück in eine Schweiz, die es so nicht mehr gibt. Es ist mir die Schweiz, wie ich sie als Kind so liebte. Weniger die 'heroischen' Geschichten, die mir mein Vater, später die Lehrerschaft, erzählten. Ich meinte, als Kind die Melodie der Schweiz zu kennen. Immer ein bisschen in Moll und mit Melancholie unterlegt. Meist leise, jedoch umso eindringlicher. Als würden mich unsichtbare Wesen auf den wahren Kern des Hierseins zuführen. Nicht nur Gemütlichkeit, sondern auch Sehnsucht, Aufbruch, Abschied.

Diese beseelte Musik von 'Vater Aeschbacher' kann mich für Augenblicke eintauchen lassen ins damals kindlich tiefe Empfinden.

Werner Aeschbacher hat kürzlich sein erstes Solo-Album eingespielt. Das Alleinsein verleiht ihm Flügel, auf "aeschbacher x solo" multipliziert er gleichsam die eigenen Fertigkeiten.

Ja, ich höre ihm gerne zu. Dem Werner. Fürs Leben gern.



CD: aeschbacher x solo, www.narrenschiff-label.ch
Plattentaufe am Sonntag, 6. September 2009, 20 Uhr, Mühle Hunziken, ab 20 Uhr
Kontakt: www.aeschbacher.li und www.roehrenderhirsch.ch

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