Die verflixten drei Dinger
Moral, Ethik und Spiritualität:
Das sind doch genau diese altmodischen drei Dinger, die wir für unser FORT-Kommen nicht brauchen können. Wir sind doch FORT-schrittliche Geister.
Ich habe kürzlich folgenden Satz für mich entdeckt:
"Eine Seele steigt für siebzig oder achtzig Jahre von ihrem himmlischen Platz auf die Erde herunter, nur mit dem Ziel, einem Anderen etwas Gutes zu tun."Doch eben: Ohne diese drei verflixten Dinger kann ich wohl schwerlich einem/einer Anderen etwas Gutes tun. Ohne die drei verflixten Dinger kann ich nicht wissen, was "etwas Gutes" ist...





4 Kommentare:
Dazu doch ein zarter Einspruch!
Ich denke, dass Fragen der Moral schon sein Menschengedenken ausser Acht gelassen wurden, wenn dadurch ein Vorteil zu erreichen war.
War der bisherige Fortschritt schlecht? Im Gegenteil. Heute hat jeder Zugang zu den Gedanken, die Generationen von Denkern zu Moral, Ethik und Spiritualität hinterlassen haben. Wir sind nicht mehr auf die Worte der Priester angewiesen, die die Regeln zu ihrem Vorteil formuliert haben. Wir haben dei Freiheit selbst zu denken. Was nicht heisst, dass es jeder tut. Denn Freiheit ist immer auch die Freiheit zum Nichtstun oder gar zum Missbrauch. Aber ob Gutes oder Böses getan wird, ist individuell. Es hat nichts mit der Zeit zu tun.
@Tinu: Einverstanden: "...hat nichts mit der Zeit zu tun ..." Nur: diese drei Dinger verlangen von mir, dass ich mich reinknie. Mit Lesen alleine ist noch nichts getan (apropos Zugang zu den Gedanken...). Es muss zum Herzwissen (= Spiritualität) werden. So wenigstens sehe ich es.
Das unterschreib ich sofort: Lesen allein bringt's nicht!
@ Tinu
«Ich denke, dass Fragen der Moral schon sein Menschengedenken ausser Acht gelassen wurden, wenn dadurch ein Vorteil zu erreichen war.»
Dem stimme ich zu.
«War der bisherige Fortschritt schlecht? Im Gegenteil.»
Da kann ich nicht mehr zustimmen, weil ich das mit dem gesamten geschichtlichen Hintergrund verknüpfe. Oder andersrum gesagt:
Zu welchem Preis haben wir den heutigen Fortschritt erreicht, welcher uns eben diese Freiheiten gibt?
Dass wir heute auf diese virtuelle Weise unsere Gedanken austauschen können, haben wir unserem materiellen Wohlstand zu verdanken. Alles hart erarbeitet? Wahrscheinlich ist kein einziges Teil unserer Rechner aus der Schweiz, sondern zu irgendwelchen lausigen Arbeitsbedingungen in China hergestellt.
Dieser Zugang zu diesen Gedanken, von dem Du sprichst, ist deshalb für mich nicht über alle Zweifel erhaben.
Apropos China: Die haben trotz Computer und Internet immer noch «Priester», auch wenn dies nicht im engeren Sinne zu verstehen ist.
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