Über die Vernarrtheit in Geld
Da ist mir letzthin ein äusserst seltsamer Kauz in Form eines Buches begegnet: Thomas Troward,1847-1916. Scheinbar war er einer der bedeutendsten Autoren seiner Zeit. Seine Schriften sind allerdings keine leichte Lektüre. Seine Zeilen wollen langsam und bewusst aufgenommen werden:
Nicht Geld, sondern die Vernarrtheit in Geld, ist die Wurzel allen Übels.
Geld ist ein Diener und ein hervorragender obendrein, es ist jedoch ein fürchterlicher Meister. Jemand ist dann in Geld vernarrt, wenn er zugelassen hat, dass es sein Meister geworden ist.
Das Bewusstsein der Fülle ist eine Geisteshaltung, welche das Gegenteil der Vernarrtheit in Geld um des Geldes willen darstellt. Eine solche Geisteshaltung glaubt nicht an Geld. Eine solche Geisteshaltung glaubt an das grosszügige Gefühl, das die intuitive Anerkennung des grossen Gesetzes des Kreislaufs darstellt, wonach die erste Frage nicht lautet: "Was bringt mir das?", sondern vielmehr: "Wie viel kann ich damit anfangen?" (How much am I going to do by it?)
Indem wir dies zu unserer Kernfrage machen, wird das Empfangen einen Überfluss, eine Spontaneität und Stimmigkeit annehmen, die dann fehlen, wenn unser erster Gedanke einzig und allein auf das Kriegen ausgerichtet ist.





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