Auch ich benötige Streicheleinheiten
Ich bin etwas grummelig aufgelegt. Da werden in den letzten Tagen immer wieder die Selben gerühmt: Die Frau Zappadong (ehrlich: die ist halt schon gut), dann der Bruder Bernhard (ich liebe seine schrägen Artikel) und dann auch der Titus (wie der recherchieren und ausformulieren kann). Nur den armen BodeständiX lässt männiglich und frauiglich links liegen. Meine Seele ist tief gekränkt und mein Ego hintersinnt sich, was ich wohl falsch mache. Müsste ich wieder mehr folkloristische Beiträge schreiben? Mehr Beiträge aus meinem bunten Leben (ach, was ich Euch alles erzählen könnte). Oder doch bitterböse Kommentare zum aktuellen Zeitgeschehen? Bitte, liebe BlogleserInnen: Rüttelt mich wach. Auch ich benötige Streicheleinheiten.





12 Kommentare:
Was verstehst Du unter Streicheleinheiten?
@ BodeständiX
Egal was und wie die anderen schreiben: Mach einfach weiter wie bis anhin (ich versuch' das nämlich auch, weil's mir auch nicht mehr so wohl ist...).
In meinem letzten Artikel war übrigens ein «via» zu Dir drin. Ist das denn keine Streicheleinheit? :-)
Daran kannst Du erkennen, dass Du auch Einfluss ausübst, auch wenn's nicht immer so offensichtlich ist. So kam mir der Artikel über die Manipulation auch in den Sinn, als ich das hier lass:
http://www.nzz.ch/blogs/nzz_votum/minarettinitiative/ein_modernes_land_hat_keine_minarette_1.3898699.html
Das will aber nicht heissen, dass Du trotzdem nicht aus Deinem bunten Leben schreiben kannst. Denn das ist Dein Leben und somit Dein Trumpf. Im Übrigen find' ich die Vergleiche früher / heute immer sehr anregend. Aber ich bin hier nur eine Stimme...
@antoine: ECHO in Form von Kommentaren. Oder Erwähnungen in anderen Blogs. Streicheleinheiten können durchaus auch Kritik bedeuten. Hauptsache, ich werde wahrgenommen.
@Titus: Siehst Du, Deinen Link zu mir habe ich glatt übersehen. Merci.
ja, also, hp, du kannst den mund auch nie voll genug kriegen ;-)
vor ein paar tagen hast dich noch über den gestiegenen traffic gefreut, und jetzt das? ist sicher ironisch gemeint, oder?
wenn nicht, mach's wie ich - schreibe nur wenn's di packt. aber ich habe das gefühl, genau das machst du doch, oder? und sei es nur, dass dich der trübe herbst packt :-))
ICh habe diesen Blog abonniert udn lese ihn gern. Das bescheinige ich mit gutem Gewissen.
Die Beiträge sind anspruchsvoll, und wenn ich es einrichten kann, kommentiere ich gern. Man kriegt ja auch immer freundliche Rückmeldung.
- Bei der Wahl zwischen folkoliristisch, bunt oder bitterböse wähle ich sponatan auf die Nr. 1 das bunte Leben, dann das Bitterböse. Bei diesem fällt es mir aber oft schwer zu kommentieren... Beim Folkloristsichen eh.
Lieber Hanspeter, als erfolgloser und nicht allzu beliebter Blogger (für Bruder Bernhard bin ich Pädophiler, der von Morgarten.info beschimpft mich als Arschloch und einmal in der Woche machen mit die Jungs aus dem Albafrorum als Scheissserbe herunter) kann ich dir schlecht Ratschläge erteilen, aber ich versuche es trotzdem.
1.In kurzen und prägnanten Aphorismen bloggen. Drei Posts im Tag mit 70 Worte, die ins Schwarze treffen, bringen mehr als eine ellenlage Abhandlung.
2.Bessere interne Verlinkung.
3.Linkwertig bloggen.
4.Denn Widerspruch herausfordern. Allerdings musst Du mit Kommentatoren Leben die Dich persönlich angreifen.
5.Ich mag Deinen Blog sehr gerne, aber für Ottonormal bräuchte es mehr Piff und Schuss. Was ich meine damit, was die Ostschweizer unter träffen Humor meinen. Jeden Tag einen Appenzeller Witz, einen von der tiefsinnigen Sorte würde für mehr Schwung mit wenig Aufwand sorgen.
6.Twitter, Facebook und das social Web besser ausnutzen. Stichwort SMO.
7.Ausserhalb der Reihenhaus- und Befindlichkeitsblogger Szene für eine besser Verankerung sorgen. Ich hoffte Dich immer an einem Barcamp kennen zulernen.
8.Toll fände ich Fotoserien über Brauchtum.
9.Konsequent Pillarcontent aufbauen. Z.B. Eine Serie über alle Schweizer Trachten, mit Bilder und Interviews würde für deutlich mehr Traffic und Interesse sorgen.
@Bruder Bernhard: Auch mich treibt die unersättliche Gier nach Mehr um. Mein Ego möchte sich aufblähen, eine regelrechte BodeständiX-Blase aufpumpen. Spass beiseite: Manchmal packt mich tatsächlich der Herbst-Blues und dann muss ich halt ein bisschen jammern. Und dazu eigent sich doch ein kleines Blog vorzüglich.
@theomix: Das "Bunte Leben" schreibt doch die spannendsten Geschichten und machmal wundere ich mich selbst, welch' interessante Zeiten ich erleben durfte und hoffentlich auch in Zukunft noch erleben werde. Obwohl ich es zugegebenermassen etwas ruhiger angehe. Doch auch diese Ruhe hat seine Reize.
@Antoine: Merci vielmals für Deine vielen Anregungen. Insbesondere den sog. Pillarconent möchte ich nächstens - hinsichtlich 'Volkskultur' und ''Rörderkultur' angehen bzw. die bereits vorhandenen Artikel besser strukturieren.
Aua! Da hat dich der Blues ja ganz heftig in seinem Würgegriff.
Frau Zappadong bekommt manchmal wochenlang keine Streicheleinheiten, die Hits auf ihrer Seite sinken in den Keller und wenn's nicht Mr Doorman und das Russisch Roulette gäbe, könnte auch sie in Selbstmitleid ersaufen. Tut sie aber nicht.
Ich kann nur raten, was BB schreibt: Nur dann bloggen, wenn dir danach ist. Und dann aber aus vollem Herzen.
@antoine: Deine Liste ist für mich zum allergrössten Teil eine "Don't"-Liste. Alles darauf zielt nur auf Einschaltquoten. Das ist ja fast so schlimm wie bei unseren Online-Zeitungen. Wo irgendwann der Inhalt über Bord gespült wird zugunsten einer Klickjagd.
Und ganz sicher braucht der Blog von Hanspeter nicht mehr "Pfiff und Schuss". Er braucht den Hanspeter so, wie der Hanspeter ist. Echt und unverfälscht. Wenn's denn mal mit Pfiff ist: Gut. Mit mehr Schuss: Auch gut. Aber ich nehme ihn sehr, sehr gerne genauso wie er ist.
PS: Du bist (als einer der ganz wenigen Bloggerkollegen in beiden meiner Blogs auf der Blogroll.
Frau Zappadong
@Frau Zappadong: Wie immer treffsicher. Zum Blues: Manchmal braucht's halt einfach Streicheleinheiten, um daraus gestärkt, weiter zu bloggen.
Im Übrigen ist auch mir klar, dass ich nicht mehr als ICH sein kann. Und grösstenteils bin ich ja mit mir zufrieden. Trotz Haudegen & Co.: Ich glaube ans Gute, wenn's manchmal auch trüb scheint, dahinter scheint immer die Sonne.
@Frau zappadong: ich rate unbedingt die statistiken abzuschalten! oder sie höchstens noch stichprobenweise einmal pro monat anzuschauen... versuch das mal, es lockert auf
@BB - Nein, ich liebe Statistiken. Was mich erstaunt, weil ich sonst ein totaler Zahlenchaot bin. Die Kunst an der Sache: Sich nicht von tiefen Quoten "jagen" lassen :-)
Nicht weinen! Ich habe dieses Blog eben zufällig per zappadong-Link gefunden. Und werde natürlich jetzt mit überkritischem Blick öfter hereinlesen ;-)
Klasse statt Masse: Lieber ein einziger richtiger Leser, den man berühren kann, als zehn gelangweilte Klicker! Und ich habe mal in irgendeiner Erhebung gelesen, dass außerhalb des eigenen Bekannten- und Verlinkungskreises umso weniger kommentiert wird, je intelligenter die Beiträge sind. Wer schreibt Leserbriefe an Zeitungen? Die Selbstdarsteller, die sich mächtig aufregen, die Negativkritiker. Für Komplimente ist den meisten ihre Zeit zu schade.
Deshalb eins von mir: An den Scherenschnitten habe ich mich festgelesen. Ich komm wieder, Vorsicht.
Warum der Kommentar so spät erscheint? Weil Blogger down war. Auch eine Kommentarverhinderung...
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