Dienstag, 20. Oktober 2009

Der Sinn von Denkmälern

Herr Dr. B. ist fleissig bemüht, sein Image aufzumöbeln. Er spielt momentan den kulturell engagierten Mäzen. Neuerdings möchte er eine noch zu gründende Kulturstiftung mit 20 Millionen Schweizer Franken alimentieren, um damit aus der seit 2000 stillgelegten Klosterinsel Rheinau ein nationales Musikzentrum mit Museum, Gastronomie und Hauswirtschaftsschule (wohl ein Einwurf seiner geliebten Gattin Silvia) zu stricken.

Schön, dass sich in unserer Geschichte immer wieder Demagogen, Finanzhaie, Kriegsgewinnler, -gurgeln und andere Menschenfreunde sich der hohen Kultur und Kunst annehmen, um damit der Nachwelt ein etwas positiveres Bild als zu Lebzeiten zu hinterlassen.

Dumm nur, dass von dieser neusten PR-Übung des Dr. B.  noch kaum jemand Kenntnis genommen hat. Vielleicht müsste sich Herr Dr. B. eine seriöse PR-Agentur zulegen, die sich auf nachhaltige Weichspülung spezialisiert hat, ohne damit seine Gläubigen zu verunsichern. Ein Spagat, der wohl nie gelingen wird.

3 Kommentare:

Ugugu

sowas schreit man als edelmütiger spender doch nicht einfach so in die welt hinaus, würde blochers pr-berater da wohl sagen.

antoine

Its time to go home.
Der hier gescholtene Herr B. ist vier Kilometer von der stillgelegten Kloster Insel Rheinau aufgewachsen.
Vielleicht wird er alt und sehnt sich nach seiner Heimat zurück. Hinter der Aktion vermute ich mehr als PR. Das Alter macht sentimental, das wäre meine Erklärung. Immerhin residiert neben dem Kloster im stillgelegten Asylzentrum Sativa, der Demeter Samenzüchter.
http://www.sativa-rheinau.ch/

BodeständiX

@Antoine: Dann lass' ich mal unseren Herrn Dr. B. in Würde altern...

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