Small is Beautiful
Herr Bundesrat L. will die Schweiz in die EU führen. Die UBS macht weiterhin unverständliches Zeugs. Die SVP schockiert das Ausland, islamische Staaten verkünden Boykott und anderes mehr. Im Schweizer Ländli geht's zur Zeit turbulent zu und her. Die SchweizerInnen, welche das politische Tagesgeschehen verfolgen, sind verwirrt.
Wohin treibt die Schweiz?
Ganz klar: In die Arme der EU. Die Zürcher Bahnhofstrasse hat Bern die Marschrichtung vorgegeben. Herr Dr. B hat zusätzlich im Mai die entsprechende Order gefasst. Er wird sich ein bisschen zieren, doch schlussendlich seine Wählerschaft überzeugen. Herr Dr. B. hat bekanntlich erfolgreich anno 1992 den Beitritt zum EWR (nicht EU) verhindert. Dies jedoch nicht, wie er und seinesgleichen gerne darstellen, aus "patriotischem" Pflichtgefühl heraus. Das war damals die Order der Bahnhofstrasse Zürich, weil für sie eine Insellösung Schweiz lukrativer gewesen ist. Herr Dr. B. wurde denn auch für sein Tun fürstlich entlöhnt. Heute jedoch brauchen CS und UBS zum Überleben den Schutz der EU. Die Schweiz kann sie nicht (mehr) retten.
Dass ich persönlich NICHT mit einem Beitritt zur EU liebäugle, dürfte wohl kein Geheimnis sein. Meine ablehnende Haltung speise ich jedoch aus philosophischen Quellen und eigenen Schlussfolgerungen. Dazu haben mich v.a. die Bücher des "stillen Weisen" aus der Salzburger "Stille-Nacht-Gemeinde" Oberndorf inspiriert:
Leopold Kohr, 1909-1994
Leider ist er nicht unter die prominentesten, aber m.E. unter die wichtigsten Denker des 20. Jahrhunderts einzureihen. Mit seiner Philosophie des "small is beautiful", die Fritz Schumacher und Ivan Illich populär gemacht haben, beeinflusste er das Denken und Handeln der grossen Alternativgestalten der vergangenen Jahrzehnte.
Und wahrlich: Seine Ideen und Lehren gewinnen für mich von Tag zu Tag an Aktualität und Brisanz...





0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen