Donnerstag, 24. Dezember 2009

Tausend Sterne sind ein Dom

Es gibt sicher unter meinen Bloglesern/-leserinnen auch solche, die mit Religion und Gott nichts anfangen können. Dass die Weihnachtszeit ihren Zauber auch ohne christlichen Hintergrund entfalten kann, möchte ich mit nachfolgendem Lied belegen. Das Lied stammt aus der gleichnamigen Weihnachtskantate für Chor und Instrumente von Siegfried Köhler. Es entstand nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges unter den Eindrücken der Nachkriegsjahre. Seine dreistrophige Komposition mit ihrem ansprechenden Text entwickelte sich zu einem der bekanntesten Weihnachtslieder in der ehemaligen DDR:

Tausend Sterne sind ein Dom
Tausend Sterne sind ein Dom
in stiller weltenweiter Nacht.
Ein Licht blüht auf im Kerzenschein,
das uns umfängt und glücklich macht.

All dies Schweigen macht uns froh,
ein Leuchten durch die Herzen geht.
Und silbern schwingt der hohe Dom,
vom Hauch der Weihnacht still umweht.

Alles Dunkel sinkt hinweg,
wir haben unser Licht entfacht.
Es leuchtet uns zum neuen Jahr
in tiefer sternverklärter Nacht.
Siegfried Köhler, 1927-1984

...und gesungen vom Rundfunk-Kinderchor Leipzig:

2 Kommentare:

Anonym

Das ist wirklich ein sehr schönes Lied. Aber ohne das Christentum würde es Weihnachten gar nicht geben, sowie Ostern, Pfingsten und Himmelfahrt.

Anonym

"Aber ohne das Christentum..."

...gibt es Weihnachten immer noch. Auch vor dem Christentum gab es ähnlich geartete "heilige" Feste, die dann z.T. durch christliche Feiern übernommen wurden.

Viel wichtiger ist aber heutzutage, dass viele ehemals christliche Feste sich längst in bürgerliche, also nicht-christliche Feiertage gewandelt haben.

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