Sonntag, 31. Mai 2009

Geistvolles zu Pfingsten

 Foto: Hausfrau Hanna

 Da heute bekanntlich Pfingsten ist, und bekanntlich da der "Heilige Geist" ausgegossen wird, und da ich seit 53 Jahren NIE in den Genuss dieses "Geistes" gekommen bin, hab' ich beschlossen, weil unser Holunder im Garten so schön blüht, endlich wieder mal was Geistvolles zu tun:

HOLUNDERSEKT!
MMH, DER SCHMECKT.

Hier das Rezept:

10 grosse Holunderblütendolden
1 unbehandelte Bio-Zitrone
1 dl. Weisswein
1 dl. Weinessig
450 gr. Zucker
4,5 Lt. Wasser

Blüten, in Scheiben geschnittene Zitrone mit der Schale, Wein, Essig, Zucker und Wasser zusammen in einen grossen Topf geben. Gut aufrühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Mit einem Tuch zudecken und 4–6 Tage an der Sonne oder an einen warmen Ort stellen. Jeden Tag mindestens zweimal gut durchrühren. Wenn die Flüssigkeit anfängt zu gären und sich an der Oberfläche kleine Bläschen bilden, Flüssigkeit durch ein Tuch absieben. In Pet-Flaschen abfüllen (nicht ganz füllen). Damit sich der Geschmack richtig entfalten kann, sollte dieser Sekt noch mindestens vier Wochen im dunklen und kalten Keller gelagert werden.

Samstag, 30. Mai 2009

Mein Erkennen ist pessimistisch

Hab' mir ein bisschen Lektüre - schliesslich ist Pfingsten - runtergeladen und meine dazu:

Mein Erkennen ist pessimistisch, mein Wollen und Hoffen optimistisch...
Albert Schweitzer

Ach ja, hier noch der Download-Link: pdf-file (via Schweizer Narr)

Mittwoch, 27. Mai 2009

So verlierst Du die Angst vor der Dreizehn

Mit dem Aberglauben ist es so eine Sache. Ich habe noch keinen Menschen getroffen, der sein dreizehntes Monatsgehalt zurückgegeben hätte.
Fritz Muliar

Gibt es in Wien einen neuen Dudel-Trend?

Dudler und Heuriger: Eine glückliche Symbiose

Die Wiener sind halt schon ein ganz spezielles Völklein. Die haben sich glücklicherweise ein paar urige Macken erhalten.

Zum Beispiel das Dudeln:

Das Phänomen Dudeln wird in Wien bereits Anfang des 18. Jahrhunderts beschrieben und lässt sich am treffendsten als Mischung von Jodler und Koloraturgesang beschreiben. Dem Jodler gemeinsam hat es das typische Merkmal des isolierten Gebrauchs und schnellen Wechsel zwischen Kopf- und Brustregister, dem Koloraturgesang ähnlich ist zarte Stimmgebung und Beweglichkeit im oberen Register, sowie die enorme Höhe.

Seine Blütezeit erreichte der „Wiener Dudler“ in den Wiener Salons der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, viele seiner Interpretinnen wurden als Diven verehrt. Der wohl Berühmtesten hat Richard Strauss in seiner Oper Arabella ein Denkmal gesetzt: die Fiaker-Milli.

Nach dem ersten Weltkrieg nahm die Tradition des Dudlens merklich ab und galt als vom Aussterben bedroht. Dudlerinnen wie beispielsweise Agnes Palmisano haben in den letzten Jahren dieses Genre jedoch erfolgreich neu belebt. Sie gilt als die jüngste praktizierende Expertin dieser virtuosen Liedform.

Gibt es gar einen neuen Dudel-Trend in Wien?

Da müsste ich wohl einen Wiener Kulturexperten in die Heurigen-Lokale vorbeischicken, der mir dann aus erster Hand darüber berichten kann. Auf jeden Fall werde ich beim nächsten Wienbesuch diese Dudler reinziehen. Zusammen mit einem zünftigen Schluck Heurigen.

Dienstag, 26. Mai 2009

Wieder eine bedeutende Rolle spielen

Ich komme wieder einmal zurück zur traditionellen Kultur (Volkskultur) und, obwohl ich weiss bzw. viel darüber gelesen habe, dass eben diese 'Volkskultur' nur erfunden worden ist, um den jungen Bundesstaat Schweiz zu einen (Leitkultur), möchte ich doch noch einen wichtigen Aspekt, der im wissenschaftlichen Diskurs vollständig untergeht, herausschälen. Die oft besungene und in blumigen Worten beschriebene "alpine Kultur der Schweiz" deckte damals, als sie ins Bewusstsein der damaligen Elite eindrang, später mit etwelchem Aufwand auch in die "Volksseele" einsickerte, etwas Fundamentales auf: Die Naturromantik, die schwärmerische Naturbegeisterung, wie sie vor allem in gehobeneren städtisch-höfischen Milieus um sich griff. Nicht ganz unschuldig daran war beispielsweise, nebst vielen anderen, der Reichsgraf Friedrich Leopold zu Stolberg, der im Jahr 1775 zusammen mit Goethe eine Schweizer Reise unternahm und anschliessend begeistert zurückblickte:

"Grosse schweizerische Bilder steigen mir auf vor meiner Fantasie, ich durchreise noch einmal dieses Land der grossen Natur und der reinen Menschheit. Ich höre den Gotthard rauschen mit hundert Katarakten, sehe vom Gipfel des Rigi noch einmal die Sonne untergehn über dreizehn Seen, sehe den grünlichen von Felsen eingeschlossenen Wallenstädter See, in welchen sich über eichenbuschbehangene Klippen silberne Ströme stürzen mit lautem Getöse, sehe die unbestiegnen, von ewigem Schnee bedeckten Alpen, besuche die Schlachtfelder, wo eine Hand voll Helden ganze Heere vertilgte, höre in fruchtbaren Tälern das Geläute der Herden, von welchen sich nähren die glücklichsten und besten Menschen, Menschen frei wie die Adler Gottes und einfältig wie die Tauben."
Das einfache Volk jedoch teilte seine Sicht der Dinge ganz sicher nicht. Vielmehr war ihm die Natur nur widerliches Hindernis, Gegenspielerin im steten Bemühen, dem kargen Boden Essbares abzugewinnen. Das alpine Gebirge war dem einfachen Volk lediglich Hort des Bösen, eine dem Menschen verschlossene Welt und bevölkert von bösen, übermächtigen Kräften.

Was sagt uns nun diese Geschichte? Um mich noch einmal der Worte Goethe's zu bedienen: "Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters". Oder nüchterner ausgedrückt: Es gibt keine objektive Welt, obwohl das mit grosser Kühnheit immer wieder behauptet wird. Unsere Erfahrungswelt können wir nur durch unsere subjektiv geprägte Brille betrachten. Das ist auch mit ein Grund, weshalb ich hier in diesem Blog immer wieder auf Aspekte der traditionellen Kultur eingehe. Denn diese subjektiven Erlebenswelten dieser traditionellen Kultur existieren für mich tatsächlich. Für die Einen mögen sie nur ärgerliches Ewiggestriges sein, Andere wiederum erleben diese Kultur als durchaus bereichernd für die eigene Psyche. So wie Kunstschaffende ihre Umwelt mit ganz anderen Augen sehen, mit einem gänzlich anderen Empfinden erleben als beispielsweise ein Zürcher Bankgnom, so ist's halt auch mit der vielbesungenen Älplerromantik. Es gereicht mir ganz sicher nicht zum Schaden, wenn ich der Welt, die mich umgibt, und deren Teil ich bin, mit kindlich-magischem oder auch künstlerischem Erleben begegnen kann, dadurch das Staunen wieder neu entdecke und dabei erfahre, dass auch ich in meiner (subjektiven) Welt eine bedeutende Rolle spiele.

Freitag, 22. Mai 2009

Wie Volkskunst aus dem Entlebuch zum begehrten Sammelgut wurde

 
Flühli-Glas
Die meisten grösseren kulturhistorischen Museen in der Schweiz sitzen auf einer stattlichen Anzahl historisch wie auch künstlerisch wertvoller Volkskunstgegenstände. Die lagern jedoch im dunklen Archiv, meistens unter unwürdigen Verhältnissen. Damit verliert die Bevölkerung der Schweiz den Zugang zum eigenen Volkskunstschaffen vergangener Epochen.

Eine rühmliche Ausnahme bildet das „Haus zum Dolder“ mitten im Flecken Beromünster auf der Luzerner Landschaft. Es birgt in seinen Räumen eine vielseitige und reichhaltige Privatsammlung verschiedener Objekte der Schweizer Volkskunst. Das Museum unterhält auch eine ganz spezielle Sammlung: Die.sog. „Flühli-Glas-Sammlung“, welche mehrheitlich Glasklar-Objekte aus dem 18./19. Jahrhundert umfasst und von Entlebucher Glaskünstlern hergestellt wurden.

Eine schweizerische Glasindustrie gibt es eigentlich erst im 17. Jahrhundert, wenn auch schon früher in einzelnen kleinen Hütten Glas gemacht wurde. Die „Glaser“ sind praktisch alle aus dem Schwarzwald eingewandert. Wahrscheinlich wurde der Holzvorrat dort knapp. Die von den Schwarzwäldern gegründeten Hütten lagen in der deutschen Schweiz im Entlebuch, bei Schangnau, im Muotathal und im Guldental bei Balsthal. 1723 zogen beispielsweise die Glasmacherbrüder Josef, Peter und Michael Siegwart von Windberg im Schwarzwald ins Entlebuch. Ihre erste Glashütte errichteten sie im „Südel“ auf der Hirsegg bei Sörenberg. 1837 verlegte man die Produktionsstätten in den „Rohrbach“, der späteren Gemeinde Flühli. Es wurde ein genossenschaftlicher Betrieb mit der 1818 gegründeten Hütte Hergiswil aufgenommen. Flühli beschäftigte etwa 40 bis 50 Leute. Abwechselnd wurde mit Hergiswil „geglast“. Es entstand vorwiegend Massenware. Nur einzelne Glasmeister arbeiteten noch teilweise auf eigene Rechnung. Schwierigkeiten gemeindepolitischer Art, Holzmangel, schlechter Sand und die internationale Konkurrenz gaben den Anstoss zum Löschen der letzten Öfen (1869) und zum Abtragen der Hütten (1889). Bis heute zeugen noch die stattlichen Häuser der Glasmeister im Entlebuch vom einstigen regen Leben.

Was zunächst also vor allem als Alltagsgeschirr an zum Teil verzierten Bechern, Tassen, Flaschen, Krügen und anderen Gebrauchs- oder auch kunstgewerblichen Ziergegenständen hergestellt und im Entlebuch, in Luzern und den benachbarten Gebieten durch einheimische Glasträger in grosser Zahl abgesetzt wurde, mutierte zu einem weltweit begehrten Kollektionsgut: Dem berühmten „Flühli-Glas“.

Wenn die kulturhistorischen Museen in der Schweiz ihren Bildungs- und Kulturauftrag ernst nehmen würden, kämen noch einige Perlen der Schweizer Volkskunst ans Tageslicht. Schade, dass uns solches vorenthalten wird.

Quellen: Historisches Lexikon Schweiz; René Creux, Die Volkskunst in der Schweiz

Dienstag, 19. Mai 2009

Hausfrau Hannas Einkehr

Im engen Tal, wo Hausfrau Hanna aufwuchs, war man reformiert.
„ Katholle! Schissbolle!“, tönte es da schon einmal über den Pausenplatz. Die reformierte Mehrheit machte sich in derber Weise lustig über die katholische Minderheit. Hanna mochte sich nicht beteiligen. Nicht etwa, weil sie ein besseres Kind gewesen wäre. Nein, sie wäre einfach liebend gern katholisch gewesen. So wie ihre beste Freundin Silvia. Diese erzählte ihr manchmal von der Beichte, die sie hinter dem geschlossenen Vorhang im Beichtstuhl ablegen durfte und deren befreiende Wirkung sie dann mitnehmen konnte in den Alltag. Ausserdem sah Silvia aus wie ein Engel in ihrem weissen, langen Erstkommunionkleid, in dem sie an der Osterprozession der von ein paar Männern mitgetragenen Madonna Blumen hinstreuen durfte. Hanna durfte nur am Wegrand stehen und mit grossen, neidvollen Augen zuschauen.

Wahrscheinlich ist das Nüchterne, Karge, Unfestliche des Calvinismus Schuld, dass Hanna hin und wieder Einkehr hält im nahen Dom, einem weit herum bekannten Barockbau, der den grossen, gepflästerten Platz wie eine überdimensionierte weisse Hochzeitstorte abschliesst.


Im Innern zieht es Hanna stets als Erstes in eine kleine Nebenkapelle, wo auf einem Altar die Hl. Odilie steht. Ihr zu Füssen ist ein Buch aufgeschlagen, in das die Leute ihre Bitten, Wünsche und Sorgen hineinschreiben können. Hausfrau Hanna blättert und liest darin. Um ‚Kraft’ wird meistens gebeten. Kraft, um den Alltag zu meistern. Kraft, um Krankheit und Leiden anzunehmen und durchzustehen. Kraft, um aushalten zu können, was das Leben bereithält.

Eine der Bitten um Kraft rührt sie besonders:
„Gib meinem Sohn die Kraft, dass er die Lehrabschlussprüfung besteht. Danke!“
Hanna denkt bei sich: Was veranlasst und bewegt diese Menschen, sich einer alten, wurmstichigen Holzstatue in Form einer Säulenheiligen anzuvertrauen und öffentlich für alle einsehbar von Sorgen zu erzählen, die man auch mit einer guten Freundin hätte besprechen können?

Plötzlich wird Hannah nachdenklich.
Vielleicht ist es genau das, was die Menschen suchen bei der Heiligenfigur: Deren stumme Gegenwärtigkeit! Die Hl. Odilie hält keine klugen Antworten bereit. Sie gibt keine wohlmeinenden Ratschläge, regt sich nicht auf, unterbricht nicht, urteilt nicht. Sie steht da und überlässt den Bittenden und Schreibenden den Raum für das Eigene.

Hanna schaut sich um, ob niemand sie beobachtet. Dann schreibt sie ihr persönliches Anliegen ins Buch:
„Liebe Odilia, gib mir die Kraft, mein schnelles, vorlautes Mundwerk in Zukunft achtsamer und bedächtiger zu gebrauchen. Danke!“
Und dann fügt sie noch an:
„Und gäll, gib dem jungen Mann einen aufmunternden Tritt, damit er für seine Prüfungen auch lernt!“

Montag, 18. Mai 2009

Da staunt der Laie, doch der Fachmann schmunzelt nur...

"Die Bilderberger - eine Gefahr für die Nationalstaaten!" titelte einst eine stramme SVP-Frau. Der entsprechende Artikel ist auf der offiziellen SVP-Website nachzulesen. Deshalb kann man davon ausgehen, dass die SVP-Mächtigen diese Einschätzung ebenfalls teilen:

"... Die «Bilderberger» sind ein gefährlicher Verein. Es heisst, sie fördern die Vorstellung, dass die Idee einer nationalen Souveränität antiquiert und regressiv ist. Was müssen wir Bürger uns seit Jahren wehren nach allen Seiten! UNO−Beitritt, mit Umsetzung aller neutralitätswidrigen Artikeln, die nichtstaugliche neue Armee XXI, deren Anschluss an die NATO nur noch eine Frage der Zeit ist, OECD, WTO und die damit verbundene Globalisierung, die sowieso nur dazu dient, freie Staaten und Völker total von Grosskonzernen abhängig zu machen. Nun die «Bilateralen II», zu denen das Volk nichts zu sagen haben sollte u.a.m. Hüten wir uns vor dieser «Weltregierung» und bleiben wir «ein einig Volk von Brüdern (und Schwestern)» − souverän, neutral, frei und selbstbewusst ...
Doch jetzt scheint es, dass ihr Herr Dr. B. jüngst eben diesen "gefährlichen Verein" - und das auf Einladung dieser obskuren Gesellschaft - besucht hat. Die griechische Zeitung To Vima veröffentlichte nämlich am 16. Mai 2009 die Liste der 112 eingeladenen Gäste, auf der auch Herr Dr. B. figuriert. Auf griechisch liest sich sein Name so: Κριστόφ Μπλόχερ.

Die letzte Teleblocher-Sendung (Nr. 88, 14.5.2009) wurde übrigens auf dem Flughafen Zürich-Kloten aufgenommen. Herr Dr. B. bestätigt ganz am Anfang dieser Aufzeichnung, dass er ins Ausland verreise - "geschäftlich"; er wolle jedoch darüber nicht "am Fernsehen" reden.

Da staunt der Laie, doch der Fachmann schmunzelt nur...

PS: Möglicherweise ging ja unser Herr Dr. B. auf eigene Faust nach Griechenland, um diesen "Saustall auszumisten"...!

PPS: ER war tatsächlich DORT: Folge 89

Sonntag, 17. Mai 2009

Die Urbanen dürfen wieder reisen: chip, chip hurra!!!

Meine geliebten Urbanen haben wohl den Ausschlag zur Annahme der Biometrischen Pässe (Stichwort: Reisefreiheit!!!) gegeben. Na, dann:

chip, chip hurra!!!
Da werden sich dereinst noch so Einige verwundert die Augen reiben und sich fragen: Wie konnte das geschehen?

PS: Der Mensch ist eine Ware und will verkauft sein.

Ohne Staat wird nicht gewirtschaftet

Folgendes will ich mir heute - gemütlich unter der Sonne brätelnd - zu Gemüte führen. Will doch mal hinspüren, ob da irgendwie "Fleisch am Knochen" ist:

"... Wenn der Staat weg ist, dann ist sofort auch der Markt weg, und wo kein Staat entsteht, also bei Subsistenzgesellschaften, da entsteht auch kein Markt. Es wird nicht gewirtschaftet, ganz einfach deshalb, weil ohne Staat und Schulden überhaupt gar keine Veranlassung besteht, zu wirtschaften. Ein Arbeitssklaven-Ethos kann sich nur in einem grosskollektivistisch-zentralistischen System etablieren, wo er den Individuen mittels Staatsgewalt, also Waffen und Klerus, den Individuen aufgezwungen wird ..."

Gefunden: Das Gelbe Forum

Freitag, 15. Mai 2009

Als ich mich noch jünger fühlte

Herrje war das heute ein langweiliger, zäher Tag. Die ganze Welt schien zu dösen. Und ich hab' mich dem Unvermeidlichen hingegeben. Endlich Feierabend. Zeit aufzuwachen. Hier mit dem unvergleichlichen Steve Marriott, 1947-1991, und seinen 'Humble Pie' als schrille Weckrunzel. Göttlich, herrlich... waren das noch musikalische Zeiten... aargh:

Über den News-Gehalt der Schweizer Presse

Endlich weiss ich, weshalb die Schweizer-(MSM)-Presse, gar nicht, überhaupt nie und wohl auch in Zukunft nicht darüber geschrieben hat bzw. noch schreiben wird: Zu wenig Brainpower infolge Stellenabbau.

PS: Dass auch Schweizer "Elite-Soldaten" bei DENEN Befehle abholen müssen, kann ich mir durchaus vorstellen. Einfach mal kugeln.

Donnerstag, 14. Mai 2009

Über den Gehalt von Wurstfüllungen

Was verrät uns folgender Ausspruch über den Zustand dieser Branche (Reiseveranstalter)?

"Reiseanbieter sind wie Wurstfabriken. Sie müssen Hotels und Flugzeuge füllen."
Peter Francis Rothwell, Konzernchef Kuoni Group

Mittwoch, 13. Mai 2009

Ein klares NEIN gegen die rückständigen biometrischen Pässe

Foto gefunden auf pixdaus.com

Ich stimme NEIN. Aus Überzeugung. Denn die doofen Bürokraten hätten's doch auch einfacher haben können. Komplizierte Säcke. Einen Holzpass mit Tschipps vertschippen. Wer macht so rückständiges Zeugs noch.


Ich stimme also GEGEN diese Verschleuderung von wertvollen Ressourcen. Ja, ich hätte JA gestimmt, wenn diese Bürokraten von Anfang an Nägel mit Köpfen gemacht hätten. So wie unsere Hundeli vertschippt werden, damit wir sie wieder auffinden und vor allem die mörderischen Bestien darunter aussortieren können, genauso müsste es doch auch bei uns Schweizerinnen und Schweizern gehen. So ein klitzekleines Tschippchen unter die Haut zu spritzen, ist bei Gott doch nicht so schwierig. Und nach einer erfolgreichen Pilotphase könnten die Bürokraten dann bereits die Hebamme so instruieren, dass sie diese Tschipperei gerade nach der Geburt vornehmen kann. Wieder Kosten gespart.

Ich verstehe einfach nicht, was sich die Pass-Bürokraten dabei gedacht haben. Der andere und sicher auch kostengünstigere Weg (man hört ja nie auf uns SteuerzahlerInnen!) würde doch so viele Synergien bieten: Bargeldlos zahlen - einfach die getschippte Haut vorweisen; nullkommnixes Auffinden von Lawinen- und anderen abgestürzten Opfern; einfachster Identitätsnachweis bei Polizeikontrollen - "Sie, Herr Gautschin, sie haben die Steuererklärung noch nicht abgegeben, ts, ts, ts"... ach, man könnte doch so viel vereinfachen.

Auch die Puuren machen Ähnliches schon seit geraumer Zeit. Die Kälber, Ferkelchen werden auch vertschippt, damit wir Konsumenten die Gewähr haben, dass wir kein Säuniggelfleisch essen müssen.
Wenn das bei Tieren schon so gut geht, weshalb müssen wir Menschen hintenanstehen und weiterhin mit altmodischen Methoden gequält werden?
Deshalb von mir ein klares NEIN zu dieser altmödischen Fichierung. Wir leben schliesslich in modernen Zeiten und deshalb steht uns auch Moderneres zu. Basta. Punkt.

Jenseits urbaner Beliebigkeiten

Die Urner sind ein eigenartiges Völklein. Sie erstaunen die übrige Schweiz gerne mit innovativen Kulturproduktionen, wobei sie Währschaft-Traditionelles mit Zukunftsträumen verbinden. So haben sie bereits vor Jahren das inzwischen international beachtete Alpentöne-Festival an Land gezogen, unbürokratisch mitgeholfen, ein "Haus der Volksmusik" aufzubauen. Kultur findet halt wirklich nur dort statt, wo sie auch stattfindet.

Jetzt gibt's sogar ein Filmfestival in Altdorf. Mit dem augenzwinkernden Namen Bellevü - Urner Filmspuren wird dem Urner Filmschaffen mit einem drei Tage dauernden Anlass ein Podium geboten und eröffnet so eine schöne Sicht auf das Urner Filmschaffen. Viele Urnerinnen und Urner haben – seit der Erfindung des Mediums Film – Veränderungen in der Urner Landschaft, Geschichten, Bräuche und Ereignisse auf Zelluloid gebannt. Filme aus vergangenen Tagen und Zeitdokumente aus dem Leben der Urnerinnen und Urner kommen so wieder ans Licht vonr Filmprojektoren. Zudem wird dem professionellen und semiprofessionellen Filmschaffenden sowie ausgewählten Freizeitfilmern die Gelegenheit gegeben, ihr Schaffen der Urner Bevölkerung vorzustellen. Damit wird ein wichtiges Urner Kulturgut öffentlich präsentiert. Bravo Urnerinnen und Urner: Das nenn' ich mal wirklich innovativ - im Gegensatz zu manch' verkorksten urbanen Kulturproduktionen.

Die Filmtage finden statt vom 15. - 17. Mai 2009 in Altdorf. Programmflyer als pdf-file: HIER

Der entsprechende Beitrag des Schweizer Fernsehens:

Dienstag, 12. Mai 2009

Alles neu macht der Mai

Das erste Foto meiner Kaninchen - sie sind exakt zehn Tage alt. Die stolze Kaninchenmama hat uns mit einem Wurf von neun Kaninchen überrascht. Eines davon ist gestorben. Es sind also immer noch acht Kaninchen, die uns demnächst auf Trab halten werden.

Freitag, 8. Mai 2009

Gut, dass es den Goethe gegeben hat

BodeständiX geht in sich. Die letzten Beiträge haben ihm nämlich ein bisschen Schelte eingebracht. Aufmerksame LeserInnen machten ihn darauf aufmerksam, dass das von ihm so Geschilderte nicht stimmen kann, weil sie es ganz anders erlebten. BodeständiX gibt ihnen Recht, weil er weiss, dass jedes persönliche Erlebnis subjektiv gefärbt ist. Wenn BodeständiX beispielsweise seine durchgemachten Kinderkrankheiten nicht als dramatisch erlebt hat, weisen andere LeserInnen, wohl auch mit Berechtigung, darauf hin, dass sie an ihrer Masernerkrankung fast gestorben wären. Wieder andere BlogleserInnen haben die US-AmerikanerInnen ganz anders als BodeständiX erlebt.

Doch was ist nun richtig? Was ist falsch? Gibt's überhaupt ein (objektiv) Richtig, ein Falsch? Um dieses Dilemma aufzulösen, zitiere ich den alten Goethe: "Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters." Gut, dass es den Goethe gegeben hat.

Donnerstag, 7. Mai 2009

Das Bauernsterben hört nicht auf

Stellt Euch das vor: Der Zgraggen Schagg will aufhören. Hat genug vom Bloggen. Ich bin konsterniert. Kann es nicht fassen. Schagg, der mir den Alltag bunter machte, will nicht mehr. Deshalb bitte ich meine BlogleserInnen um tatkräftige Mithilfe, damit wir mit geeinten Kräften den Schagg umstimmen können. Schreibt ihm ins Blog, mailt ihm und ich glaube, Frau Zappadong hat gar eine Petition am Laufen (sorry, stimmt nicht ganz. Sie hat lediglich eine entsprechende Protestnote gezwitschert).

Selbstgemachte Mayonnaise schmeckt einfach besser


Vollmundig wurden uns die Segnungen der Globalisierung verkündet und wir nahmen's dankbar hin. Etwas noch selber machen? Fehlanzeige. Solches kommt für uns billiger und zeitsparender aus den Supermärkten:

Anfangs der 90er Jahre weilte ich für einige Zeit in den USA. Die Liebe war's! Und ich entdeckte auch weitere Liebschaften - zum Beispiel San Francisco - eine unglaubliche Stadt. Meine damalige Freundin lud etliche Gäste zu einem bekömmlichen Abendmahl ein. Lobster (Hummer) waren angesagt, die ich im legendären Fisherman's Warf in San Francisco einkaufte. Am Abend dann die grosse Überraschung: Keine Mayonnaise im Haus. Also schnellstens in den nächsten Supermarkt fahren und dort die begehrte Sauce einkaufen. Ja, wenn nur nicht der biedere, bodenständige Hanspeter gewesen wäre. Zum grossen Erstaunen aller Anwesenden erklärte ich, dass man Mayonnaise auch selber herstellen kann. Ungläubiges Staunen. Und dann machte ich mich daran, eine sämige Mayonnaise herzustellen. Eier waren vorhanden, Speiseöl auch, sogar Salz und Zitronen, um das Ganze abzurunden. Die Gäste umringten mich, bestaunten mich, denn so etwas hatten sie noch nicht erlebt. Eine Person, und nicht eine Grossfirma, stellte einfach eine Mayonnaise her. Sie schmeckte ihnen vorzüglich. Der Abend war gerettet und möglicherweise reden die noch heute von dieser ungeheuerlichen Tat.

Solches habe ich vor beinahe zwanzig Jahrne in den USA erlebt. Diese Leute hatten keinen blassen Schimmer, wie man etwas selber herstellen kann. Dafür hat man ja das Einkaufscenter. Doch auch wir Europäer/innen haben uns in den letzten Jahrzehnten fast zu hundert Prozent in Abhängigkeiten begeben, die in schwierigen Zeiten, die allenfalls noch kommen werden, umso stärker unser Alltagsleben belasten werden. Fangen wir also an, wieder etwas selbständiger zu werden. Nebenbei gesagt: Do-it-yourself macht Spass.

Dienstag, 5. Mai 2009

Wenn Giftmischer nur das Beste für uns wollen

Die Schweinegrippe scheint medial am Verebben zu sein. So dünkt es mich wenigstens. Möglicherweise hat die Roche genügend Tamiflu abgesetzt und deren Marketingstrategen haben jetzt wieder Musse, um eine neue "Pandemie" vorzubereiten.

Vor nicht langer Zeit wurde auch über Zwangs-Masern-Impfung bei Kindern diskutiert. Da beschworen die einen den baldigen Weltuntergang, weil sämtlicher menschliche Nachwuchs wegen der bösen Masern hinweggerafft würde, sofern nicht ALLE Kinder dagegen geimpft würden. Da denke ich an meine Kindheit zurück. Damals figurierten die Masern noch unter den allgemein bekannten Kinderkrankheiten. Die Mütter waren darauf vorbereitet, dass ihre Kinder zumindest folgende Krankheiten durchmachen mussten: Röteln, Masern, Mumps. Sie wussten um die entsprechenden Symptome und wie sie ihre Kinder durch diese Kinderkrankheiten begleiten mussten. Der dörfliche Hausarzt schaute ab und zu vorbei und gab entsprechende Ratschläge. Es war damals auch Allgemeinwissen, dass diese Kinderkrankheiten quasi immer auch Initiation für die weitere kindliche Entwicklung gewesen sind.

Viel überliefertes Wissen ist in den letzten Jahrzehnten verloren gegangen. Wir vertrauen heute lieber den massenpsychologisch geschulten Marketing- und PR-Strategen, die ja nachweisbar nur das Beste für uns wollen.

Montag, 4. Mai 2009

Das verflixte Etwas

Ich bin ein bisschen ratlos und studiere hin und her und weiss nicht so recht, wie die ganze Sache anzupacken ist. Ein von mir erdichteter Slogan für eine Website bringt mich um den Schlaf. Irgendwie fehlt einfach etwas und das Etwas will mir nicht so ganz reinpassen. Jetzt schrei' ich halt virtuell um Hilfe und hoffe darauf, dass mir die deutschkundigen Leserinnen unter die schwachen Arme greifen. Also:

Durst löschen (???) ist unser Bier.
Kommt jetzt nach "Durst löschen" ein Komma? Oder kommt doch keins? Oder gibt's eine andere elegante Lösung?

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