Donnerstag, 28. Januar 2010

Phantasie als Tor zu einer anderen Wirklichkeit

Gestern hat mich folgender Beitrag etwas stutzig gemacht:

Der Finanzminister steht im Zentrum – und spielt gleichzeitig die tragischste Rolle im Theater. Er wehrte sich im Herbst 2008 nicht nur gegen die 68-Milliarden-Spritze für die UBS..."
Quelle: Blick online
Eigentlich meinte ich zu wissen, dass unser geschätzter Finanzminister exakt im Herbst 2008 ausser Gefecht gewesen ist. Deshalb hier noch einmal chronologisch die damaligen Ereignisse um den Herzstillstand von BR Merz:
20. September 2009: Herzstillstand des Finanzministers

24. September 2008: Merz aus künstlichem Koma erwacht

25. September 2008: Merz ist aus der Intensivstation in die herzchirurgische Abteilung verlegt worden

2. Oktober 2008: Merz kündigt seine Rückkehr ins Amt an.
Bundesrat Merz hat das Inselspital verlassen und befindet sich in Rehabilitation. Der Ort seines Aufenthalts wird auf Wunsch von Bundesrat Merz nicht bekannt gegeben. Bundesrat Merz steht der Öffentlichkeit für Fragen und Auskünfte nicht zur Verfügung. Die Ärzte des Inselspitals weisen darauf hin, dass der Magistrat trotz des guten Genesungsverlaufs weiterhin Ruhe benötigt.

3. November 2008: Bundesrat Hans-Rudolf Merz hat am 3. November 2008 seine Arbeit als Chef des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD) und als Mitglied der Landesregierung wieder aufgenommen.
Quelle: Eidg. Finanzdepartement EFD

Wann genau halfen Bundesrat (per Notrecht) und Nationlbank der strauchelnden UBS (68 Milliarden)? Exakt am 16. Oktober 2008 unter der Federführung von Frau BR Widmer-Schlumpf als Stellvertreterin von BR Merz. Wie konnte sich also Herr Merz dagegen stemmen, wenn er sich doch damals in der Rehabilitation befand?

Glücklicherweise bin ich ein eher durchschnittlicher Bürger, nicht sonderlich mit Intellekt begabt. Ansonsten würde ich wohl glatt meinen, man habe unseren Finanzminister aus Sicherheitsgründen damals per "Herzstillstand" aus dem Verkehr gezogen, weil die Rettung der UBS wohl schon viel länger auf der Traktandenliste gestanden sein muss, als uns weisgemacht wurde.War wohl die Abwahl des Herrn Dr. B. im Dezember 2007 auch schon Teil dieses Rettungsplans? Immerhin war seine "Nachfolgerin" amtierende Vizepräsidentin des SNB-Bankrates.

Was der BodeständiX manchmal auch so dahinphantasiert. Doch Einstein meinte schon: Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt! Oder so ähnlich.

6 Kommentare:

dan

Dass unserem Bundesrat, seit er seinen eigenen Tod überlebt hat, auch die damit verbundene Blutleere zu schaffen macht, ist nichts aussergewöhnliches. Der Herzschlag hat vielleicht, neben der Herabsetzung der Gedächtnisleistung auch seine Zunge spalten lassen...

Wie auch immer, wir werden die Wahrheit nie erfahren.

Darum ist spekulieren zwecklos. Obwohl es so, wie du's beschreibst, oder noch perfider hätte abgelaufen sein können...

BodeständiX

@dan: Da bin ich mir nicht so sicher, ob in unserer heutigen Zeit nicht doch Wahrheiten ans Licht kommen werden... Nicht vergessen: Trotz des Unrats leben wir in äusserst spannenden Zeiten. Die "Elite" ist am Anschlag und fabriziert Fehler über Fehler...

Titus

Wenn ich mich richtig erinnere, hatte BR Widmer-Schlumpf damals gesagt, dass BR Merz die Sache bereits vorgängg eingefädelt hatte, was ihr die Sache wesentlich erleichtert hätte. Es wurde gar gemunkelt, dass dies zu seinem Herzinfarkt führte. Ich müsste nun in den alten Tagesschauen nachgucken, um diese Aussagen wiederzufinden.

Es würde auf jeden Fall erklären, weshalb von Merz und nicht von Widmer-Schlumpf die Rede ist.

BodeständiX

@Titus: Wenn Du da Recht haben solltest, hat der Bodeständix tatsächlich ein bisschen zu sehr phantasiert... Jä nu, Verschwörungstheorien sind ja en vogue!

Titus

Wie in diesem Beitrag vom 16.10.2008 gesagt wurde, wurde das Ganze schon lange geplant:
http://videoportal.sf.tv/video?id=1636ca70-f3f5-4801-ab6c-fedf0cbaaa07

Das sagt BR EWS auch hier:
http://videoportal.sf.tv/video?id=d36bd4d4-5a31-481c-8523-e940a72dda38

BodeständiX

@Titus: Danke für die beiden Links. SIE haben also das Szenario einer Grossbanken-Rettung schon lange vorgespurt und zwar unter Ausschaltung des Parlamentes (Notrecht) und am 2. Oktober 2008 jedoch beschönigend darüber berichtet, dass der Staat nicht eingreifen müsse. Na ja,auf jeden Fall kam da der "Herzstillstand" des gegen diesen Notfallplan opponierenden Finanzministers nicht ganz ungelegen...

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