Vreni Kneubühl - die ungekrönte Jodlerkönigin der Schweiz
Vreni Kneubühl war bei in- und ausländischen Jodlerfans die unbestrittene Jodler-Königin der Schweiz. Sie hat zu Lebzeiten diese Bezeichnung nicht gerne gehört, dazu ist sie einfach zu bescheiden gewesen.
Leider habe ich persönlich Vreni Kneubühl nicht mehr in ihrer Aktivzeit erleben dürfen, weil mich damals das Jodeln nicht sehr interessierte. Das änderte sich erst, als ich Leiter des 'Haus der Volkskultur' im Kornhaus Burgdorf wurde und ich mich berufsbedingt mit dem Jodeln in der Schweiz beschäftigen musste. Mehr noch. Mich faszinierte das Jodeln immer mehr, so dass ich anfangs 2005 sogar einem Jodlerklub beigetreten bin.
Zurück zu Vreni Kneubühl: Sie hatte es mit dem Eidg. Jodlerverband nie so einfach. Trotz vielbesungener Jodler-Kameradschaft herrschte (und herrscht!) halt auch unter den Jodlerinnen und Jodlern Futterneid vor. Die Verbandsoberen missgönnten es Vreni, dass sie immer wieder zu weltweiten Tourneen eingeladen wurde. Man unterstellte ihr sogar, sie mache das aus Gewinnsucht! Es war wohl dieser uneingestandene Neid, der dazu führte, dass die damaligen Verbandsoberen Vreni Kneubühl die längst verdiente Ehrenmitglieschaft verweigerten. Sie wurde lediglich zum Freimitglied ernannt.
Ich plante übrigens, Vreni Kneubühl zu ihrem 85. Geburtstag mit einer grösseren Ausstellung und Begleitkonzerten im 'Haus der Volkskultur' im Kornhaus Burgdorf zu ehren. Leider war dies nicht mehr möglich, weil die beiden Subventionsgeber (Kanton Bern und Stadt Burgdorf) exakt in diesem Jahr befanden, diese Subventionen zu streichen. Leider reichte das eben aus, um dieses einmalige Haus schliessen zu müssen... Exakt ein Jahr nach dieser Schliessung ist auch Vreni Kneubühl gestorben.
Zur Erinnerung ans Kornhaus Burgdorf:






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