"Fegt ihn weg, den deutschen Dreck!"
Ach, was sind wir doch für ein friedliches Völklein:
Videobeitrag
...denn Wurzeln verleihen Flügel
Ach, was sind wir doch für ein friedliches Völklein:
Videobeitrag
Copyright 2007- : BodeständiX
Template 'CoolingFall' by Ourblogtemplates.com
6 Kommentare:
Als meine Frau noch nicht meine Frau war, hat sie ein Jahr in Bern studiert.Da wurde ihr (und dadurch indirekt mir) deutlich, das es schon gewisse Vorbehalte gegen Deutsche gibt. Das konnte ich mir damals erklären und es ließ sich damit umgehen.
so etwas beruht meist auf Vorurteilen, und die gibt es in umgekehrter Richtung auch. Die deutsche Politik mag nicht dazu angetan sein, Sympathien zu wecken. Und der Umgang mit Minderheiten hier im land ist auch fragwürdig. Aber diese Steigerung finde ich befremdlich.
Ich habe dennoch ein ungebrochen positives Verhältnis zu meinem Taschenmesser und finde die Schweizer Schokolade auch ein lohnendes Ziel kulinarischer Versuchung...
Ähm, darf ich Euch darauf hinweisen, wie lausig, polemisch und unausgwogen dieser Beitrag für ein doch relativ wichtiges Thema gemacht wurde?
@Titus: Genauso polemisch wie wir derzeit mit den Deutschen umgehen?
@themoix: Wenigstens haben wir noch eine Schokoladeseite.
@ BodeständiX
Nein, nicht «wir», sondern «einige». Genau das stört mich an diesem Beitrag.
Nur schon der Video-Titel «Das Boot ist voll» ist eine Gleichsetzung mit einer Zeit, mit welcher es nichts gleichzusetzen gibt.
Dann die Behauptung am Anfang, «dieses Plakat links neben mir» hänge seit Sonntag in der ganzen Schweiz rum: Ein absoluter Schwachsinn. Ohne diesen Video-Beitrag und ohne Deinen Blog-Beitrag hatte ich dieses bisher noch gar nicht gesehen - und ich laufe normalerweise mit offenen Augen durch die Welt.
Dann die Aussagen der politischen Rechten und der Polizei, aber keine Aussagen der politischen Linken und vor allem jener Arbeitgeber, welche den Deutschen überhaupt einen Job geben und damit erst den Aufenthalt ermöglichen (ja warum geben die denn die Jobs an Deutsche?).
Dann die Aussage jener Dame, wonach sie des Öfteren als «Nazi» bezeichnet werden würde. Aber Hallo!?!
Und was ist eigentlich bei dieser Podiumsdiskussion «Wie deutsch ist Zürich» rausgekommen? Es bleibt dem Zuschauer vorenthalten...
Genauso vorenthalten bleibt den (deutschen) Zuschauern, dass Zürich wirklich einen «Boom» an deutschen Zuwanderern erlebt. Das scheint mir doch noch ein kleines aber wichtiges Detail zu sein, um den Gesamtkontext zu verstehen.
Ich streite nicht ab, dass es Drohungen gegen Deutsche gibt und dass schon auch mal ein «Nazi» fällt - genauso wie auch schon mal ein Schwarzer als «Neger» bezeichnet wird.
Der ganze Beitrag zeichnet aber ein ein dermassen überzogenes Bild der Schweiz, dass man meinen könnte, es gäbe hierzulande nur Rechtsextreme.
Und da hebe ich den Arm und sagen: Nein, so ist es nicht, aber ja, es gibt Fremdenhass. Mit solch polemischen Beiträgen von deutscher Seite her schürt man den Hass aber eher noch mehr als dass er der Frage wirklich auf den Grund geht, warum denn einige hierzulande Angst vor einer Überfremdung haben.
Aber hey, im Moment liegt es ja im Trend, pauschal auf die Schweiz einzudreschen - genauso wie auch eine SVP immer pauschal auf die Kleinen eindrischt... :-(
Hab' noch was vergessen (dann reg' ich mich wieder ab :-) ):
Warum kommen überhaupt in jüngster Zeit soviele Deutsche in die Schweiz? Diese Frage ist der Ausgangspunkt der ganzen Problematik, gestellt wird sie allerdings nicht...
@Titus: Ich glaube, es steht uns nicht zu, die Frage, weshalb die Deutschen in die Schweiz kommen, zu stellen. Wir haben die Personenfreizügigkeit und die gilt auch, wenn es uns wirtschaftlich schlechter geht. Wir leben - auch die Schweiz mit ihren bilateralen Verträgen - in einem geeinten Europa. Wer hat da das Recht, den EU-Bürgern/Bürgerinnen hier die Arbeit bzw. das Aufenthaltsrecht zu verweigern?
Dass halt auch die Medien pauschalisieren, dürfte uns wohl hinlänglich bekannt sein. Wir SchweizerInnen müssen uns langsam damit abfinden, dass unserem "Heidi-Image" halt der Lack abfällt. Stellen wir uns lieber mal die Frage: Was hält eigentlich (noch) die Schweiz zusammen. Willensnation? Wilhelm Tell? Insel der Glückseligen? Oder ist es nicht doch unser rühriger Finanzplatz, der uns ein paar Jahrzehnte lang Wohlstand und "Auserwähltheit" vorgaukelte?
Kommentar veröffentlichen