Aus Land und Stadt
Foto gefunden auf pixdaus.com
Irgendwie hat es der Matthias Claudius - obwohl Freimaurer gewesen - mit seinem "Der Mond ist aufgegangen" zielgenau getroffen. Ich mag diesen Liedtext. Insbesondere die 3. Strophe:
Seht ihr den Mond dort stehenUnd Leute: Draussen passiert gerade ein wunderschöner Mondabend. Ich gehe nun raus an die Emme und geniesse die magische Stimmung. Übermorgen bin ich wieder in Wien.
Er ist nur halb zu sehen
Und ist doch rund und schön
So sind wohl manche Sachen
Die wir getrost verlachen
Weil unsere Augen sie nicht seh'n






5 Kommentare:
Warum "obwohl Freimaurer"?
@Tinu: weil Freimaurer sich zu einem ganz speziellen "Weltenbauer" bekennen und das Mond-Lied von Matthias Claudius eher christlich eingefärbt ist...
PS: 1774 trat Matthias Claudius übrigens der Loge "Zu den drei Rosen" in Hamburg bei. Er wurde später auch Mitglied der Andreas-Loge "Fidelis". Matthias Claudius übersetzte eine Reihe bedeutender freimaurerischer Bücher aus dem Französischen und verfasste mehrere freimaurerische Tafellieder.
Natürlich. Ich hätte erst das ganze Gedicht nachlesen sollen. Die zitierte Strophe ist ja sogar eher aufklärerisch. Egal ob man den Mond voll oder halb oder gar nicht sieht, er ist immer ganz und rund.
Das ist auch meine Lieblingsstrophe. Es gibt genügend andere Texte Claudius', die sehr deutlich "christlich eingefärbt" sind.
wer sagt, dass Freimaurerei und Luthertum im ausgehenden 18. Jahrhunderte in Widerspruch war? Auch die Aufklärung war im evangelischen Deutschland nicht per se antikirchlich.
@theomix & tinu: eigentlich meinte ich mit "christlich eingefärbt" nicht die 3. Strophe, sondern die letzten beiden.
Ob sich Freimaurerei und Luthertum je feindlich gegenübergestanden sind? Keine Ahnung. Möglicherweise wohl nicht.
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