Unsere Vorstellung von Erfolg
Eigentlich gar nicht so dumm, was das kleine Himalaja-Königreich Bhutan anlässlich des gestrigen UNO-Millenniumsgipfel in New York als neues Ziel für die weltweite Wirtschaftsentwicklung vorgeschlagen hat: Das Streben nach Glück und Zufriedenheit.
Die weltweite Konzentration auf materielle Werte sei "gefährlich und dumm", sagte der bhutanische Ministerpräsident Jigme Thinley. Das Land Bhutan hatte bereits vor einigen Jahren von sich reden gemacht, als es das Bruttosozialprodukt als wichtigsten ökonomischen Indikator durch ein "Bruttoglücksprodukt" ersetzte, das auch die Lebenszufriedenheit der Menschen messen soll.
Dass der Erfolg einer Nation leidglich an seiner wirtschaftlichen Leistung gemessen wird, zeigt doch eine haarstäubende Ignoranz unseres Denkens gegenüber den tatsächlichen Bedürfnissen von Menschen. Offenbar ist es unserer Politik schnurzegal, wenn zehn Prozent der Bevölkerung unter Zerstörung unserer Lebensgrundlagen Reichtum anhäufen, während die übrigen 90 Prozent ihr Leben in deprimierenden Jobs oder gar Armut verbringen. Es zeigt, wie fehlgeleitet unsere Vorstellung von Erfolg wirklich ist.
Warum muss ein kleines Land wie Bhutan uns erst darauf aufmerksam machen, wie absurd unser Denken ist?





2 Kommentare:
Antwortversuch: Kleines Land inmitten einer Bergwelt - ich dachte, auf diesem Blog erklärt sich das von selbst...
@Theomix: mmh, ah ja natürlich: wäre ja eigentlich "meine" Philosophie. Merci.
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