Über kirchliche Gedankenfesseln
Scheints haben sich sog. "Freidenker" über Kreuze in Schulen und auf Berghöhen erzürnt. Sie möchten per Volksinitiative dagegenwirken, dass neue Kreuze auf Berggipfel gestellt werden dürfen.
Nun, auch mir persönlich ist der nackte Berg majestätisch genug, um mich daran zu erfreuen. Es würde mir nicht in den Sinn kommen, ein Kreuz oder sonst irgendein Insigne gut sichtbar dorthin zu platzieren. Religiöse wie auch weltanschauliche Symbole sind halt für mich - Machtsymbole.
"Schaut her, hier haben wir alleine die Macht!"
Eben auch über die Gedanken der im Machtbereich dieser Institution inhaftierten BewohnerInnen.
Insofern macht mir der Begriff "Freidenker" schon Sinn.
Ob die eingangs angesprochenen "Freidenker" jedoch wirklich frei denken können, das wiederum steht auf einer ganz anderen Buchseite. Wer sich nämlich an Kreuzen reiben muss, der steckt wohl selbst noch tief in eben diesen kirchlichen Gedankenfesseln.
Weitere Beiträge dazu:
Déjà-vu: Das Kreuz mit dem Kreuz.
Sorry, liebe Freidenker – so gehts nicht





3 Kommentare:
Ich bin in Glaubensfragen eher frei denkend, zähle mich aber nicht zu den alles verteufelnden Freidenkern.
Ich sehe das Gipfelkreuz jetzt nicht so als Machtanspruch auf den Gipfel, sondern eher als Orientierungspunkt, oder Hinweis auf die Bezwingung dieses Gipfels durch den Menschen, der gerne Spuren hinterlässt, so auch mit Steinmännli oder in Baumrinde geschnitzte Herzen.
@Bobsmile: "...Spuren hinterlässt..."
Kann auch sein. Oder im ganz magischen Sinn: Kreuze zum Schutze gegen Unwetter und "böse Geister".
Ich denke eher, es schadet nicht, aber ob's nutzt?
In unserer Gegend gibt es zuhauf Wegekreuze. Die alten enthalten Widmungen der Stifter und haben dadurch einen gewissen Charme.
Evangelisch geprägte Gegenden haben keine. Höchstens Holzkreuze am Straßenrand, aber mit denen hat es eine andere Bewandnis...
Vielleicht wirkt es auf Gipfeln anders, aber die Macht in den Kreuzen ist die der vorherrschenden Konfession...
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