Das ungeschriebene Gesetz der Hintertanen
Der letzte Tag im alten Jahr!
Zeit für Bodeständix vorauszublicken. Voraus ins nächste Jahr.
Dazu möchte er seinen Bloglesern und -leserinnen eine wahre Geschichte aus der Krisenzeit der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts vorlegen. Damals wie heute verordneten die Politiker die gleichen Rezepte:
"Der Regierung in Wien fällt als Mittel gegen die Krise nur eines ein: Sparen. Die Löhne kürzen, die Staatsausgaben senken, das Personal abbauen. Irgendwann geht es dann allen wieder besser, so das Kalkül. Unterguggenberger wird dazu schreiben: "Das Sinnvolle dieser Massnahmen liegt auf der Hand und sieht etwa so aus: Ich schränke mich ein und gehe barfuss (hilft das dem Schuster?). Ich schränke mich ein und reise nicht (hilft das der Bundesbahn?). Ich schränke mich ein und esse keine Butter (hilft das dem Bauern?)."Der in diesem Absatz erwähnte Guggenberger, ein ehemaliger Lokomotivführer, leitete in seiner Wohngemeinde ein bahnbrechendes Experiment ein, das später als "Wunder von Wörgl" Eingang in die Geschichte gefunden hat:
"... Am Morgen des 25. Juli 1932 kracht es in Wörgl. Hämmer schlagen auf Felsen, Steine fallen in Schubkarren, Schaufeln kratzen über Schotter. "Fröhlich stimmender Lärm" sei das gewesen, schreibt der österreichische Historiker und Journalist Wolfgang Broer 2007 in seinem Buch Schwundgeld . Drei Strassen und die Volksschule werden an die Kanalisation angeschlossen. Eine Eisenbetonbrücke über einen Gebirgsbach wird gebaut, eine Skisprungschanze. Nach Monaten, manchmal Jahren der Untätigkeit arbeiten die Arbeiter wieder – und dafür erhalten sie diese kleinen gelben, blauen und rosa Scheine. "Arbeitswertbestätigungen" heissen sie offiziell, bedruckt mit unterschiedlichem Nennwert, ein, fünf oder zehn Schilling, und immer dem gleichen Satz: Lindert die Not, schafft Arbeit und Brot ..."Doch das "Wunder von Wörgl" wurde jäh gestoppt, denn ALLES, was den Menschen wirklich dient, wird verboten.
Den ganzen Artikel lesen: Das Wunder von Wörgl
Es sieht so aus, dass auch wir die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wiederholen werden. Das Rezept der Politiker und "Experten" tönt überall gleich: Sparen! Uns werden die selben Fehler wie anno dazumal als alternativlose Lösung präsentiert (inkl. Krieg?). Denn es darf nicht sein, was auch einfache Gemüter verstehen könnten. Es darf nicht sein, dass es ALLEN gut geht. Das ist das ungeschriebene Gesetz der Hintertanen.
Schade.
Trotzdem: Ein gutes Neues Jahr 2011!





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