Mittwoch, 22. Dezember 2010

Novalis: Wer Schmetterlinge lachen hört

Die Progressiven aus Germany der 70er Jahre!!!

Wer sie selbst erlebt hat (Grobschnitt, Hölderlin, Birth Control und eben: Novalis!), braucht heute weder Ritalin noch Psychotherapie:

Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß, wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein
ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.

Der wird zur Pflanze, wenn er will,
zum Tier, zum Narr, zum Weisen,
und kann in einer Stunde
durchs ganze Weltall reisen.

Er weiß, dass er nichts weiß,
wie alle andern auch nichts wissen,
nur weiß er, was die anderen
und er noch lernen müssen.

Wer in sich fremde Ufer spürt,
und Mut hat sich zu recken,
der wird allmählich ungestört,
von Furcht sich selbst entdecken.

Abwärts zu den Gipfeln
seiner selbst blickt er hinauf,
den Kampf mit seiner Unterwelt,
nimmt er gelassen auf.

Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein,
ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.

Der mit sich selbst in Frieden lebt,
der wird genauso sterben,
und ist selbst dann lebendiger,
als alle seine Erben.

2 Kommentare:

Hausfrau Hanna

Was haben die denn eingeworfen, dass solche Musik herauskommt,
lieber BodeständiX?
Und vom langen Liedtext blieben nur die letzten vier Zeilen übrig. Die andern hat der Sänger wahrscheinlich vergessen...

Leicht gequält grüsst
Hausfrau Hanna

BodeständiX

Eben, eben... wer solche Musik, solche Texte intus hat, braucht nichts mehr einzuwerfen...

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