Staatlich verordnetes Kulturchaos
Da ist mir heute eine ganz neue, staatlich initiierte und bezahlte Hochglanz-Kulturpostille aus meinem früheren Wohnkanton ins Haus geflattert. Üblich bestückt mit Inhalten, die auch nach jahrzehntelangem Nachbeten nicht wahrer werden (zugegeben: diesen "Dünnschiss" habe auch ich lange Zeit nachgeplappert. Aber eben: Mann wird ja auch weiser...):
"Es gehört zu den Wesensmerkmalen der Kultur, dass sie nicht verordnet werden kann. Kultur ist nur so lange Kultur, als sie sich selber Freiräume erobert und auch definieren kann, was sie anbieten möchte."Denkste! Alles, was uns als Kultur verkauft wird, ist von oben verordnet bzw. mit öffentlichen Geldern alimentiert:
Jede subventionierte Kultur ist (eben dadurch) keine Kultur, sondern Staatspropaganda. Staatspropaganda ist notwendig in jedem Zwangssystem. Mit Kultur bzw. Kunst hat das auch gar nichts zu tun.Ich verstehe in der Zwischenzeit auch den Adorno besser, der forderte: "Bringt Chaos in die (Kultur-)Ordnung!" Nur haben es seine JüngerInnen, wohl aus Mutlosigkeit, lediglich in die warmen Amtsstuben gebracht. Jetzt leiden wir Steuerdeppen halt einfach unter dem staatlich verordneten Kulturchaos...





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