Freitag, 31. Dezember 2010

Das ungeschriebene Gesetz der Hintertanen

Der letzte Tag im alten Jahr!

Zeit für Bodeständix vorauszublicken. Voraus ins nächste Jahr.

Dazu möchte er seinen Bloglesern und -leserinnen eine wahre Geschichte aus der Krisenzeit der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts vorlegen. Damals wie heute verordneten die Politiker die gleichen Rezepte:

"Der Regierung in Wien fällt als Mittel gegen die Krise nur eines ein: Sparen. Die Löhne kürzen, die Staatsausgaben senken, das Personal abbauen. Irgendwann geht es dann allen wieder besser, so das Kalkül. Unterguggenberger wird dazu schreiben: "Das Sinnvolle dieser Massnahmen liegt auf der Hand und sieht etwa so aus: Ich schränke mich ein und gehe barfuss (hilft das dem Schuster?). Ich schränke mich ein und reise nicht (hilft das der Bundesbahn?). Ich schränke mich ein und esse keine Butter (hilft das dem Bauern?)."
Der in diesem Absatz erwähnte Guggenberger, ein ehemaliger Lokomotivführer, leitete in seiner Wohngemeinde ein bahnbrechendes Experiment ein, das später als "Wunder von Wörgl" Eingang in die Geschichte gefunden hat:
"... Am Morgen des 25. Juli 1932 kracht es in Wörgl. Hämmer schlagen auf Felsen, Steine fallen in Schubkarren, Schaufeln kratzen über Schotter. "Fröhlich stimmender Lärm" sei das gewesen, schreibt der österreichische Historiker und Journalist Wolfgang Broer 2007 in seinem Buch Schwundgeld . Drei Strassen und die Volksschule werden an die Kanalisation angeschlossen. Eine Eisenbetonbrücke über einen Gebirgsbach wird gebaut, eine Skisprungschanze. Nach Monaten, manchmal Jahren der Untätigkeit arbeiten die Arbeiter wieder – und dafür erhalten sie diese kleinen gelben, blauen und rosa Scheine. "Arbeitswertbestätigungen" heissen sie offiziell, bedruckt mit unterschiedlichem Nennwert, ein, fünf oder zehn Schilling, und immer dem gleichen Satz: Lindert die Not, schafft Arbeit und Brot ..."

Den ganzen Artikel lesen: Das Wunder von Wörgl
Doch das "Wunder von Wörgl" wurde jäh gestoppt, denn ALLES, was den Menschen wirklich dient, wird verboten.

Es sieht so aus, dass auch wir die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wiederholen werden. Das Rezept der Politiker und "Experten" tönt überall gleich: Sparen! Uns werden die selben Fehler wie anno dazumal als alternativlose Lösung präsentiert (inkl. Krieg?). Denn es darf nicht sein, was auch einfache Gemüter verstehen könnten. Es darf nicht sein, dass es ALLEN gut geht. Das ist das ungeschriebene Gesetz der Hintertanen.

Schade.

Trotzdem: Ein gutes Neues Jahr 2011!

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Staatlich verordnetes Kulturchaos

Da ist mir heute eine ganz neue, staatlich initiierte und bezahlte Hochglanz-Kulturpostille aus meinem früheren Wohnkanton ins Haus geflattert. Üblich bestückt mit Inhalten, die auch nach jahrzehntelangem Nachbeten nicht wahrer werden (zugegeben: diesen "Dünnschiss" habe auch ich lange Zeit nachgeplappert. Aber eben: Mann wird ja auch weiser...):

"Es gehört zu den Wesensmerkmalen der Kultur, dass sie nicht verordnet werden kann. Kultur ist nur so lange Kultur, als sie sich selber Freiräume erobert und auch definieren kann, was sie anbieten möchte."
Denkste! Alles, was uns als Kultur verkauft wird, ist von oben verordnet bzw. mit öffentlichen Geldern alimentiert:
Jede subventionierte Kultur ist (eben dadurch) keine Kultur, sondern Staatspropaganda. Staatspropaganda ist notwendig in jedem Zwangssystem. Mit Kultur bzw. Kunst hat das auch gar nichts zu tun.
Ich verstehe in der Zwischenzeit auch den Adorno besser, der forderte: "Bringt Chaos in die (Kultur-)Ordnung!" Nur haben es seine JüngerInnen, wohl aus Mutlosigkeit, lediglich in die warmen Amtsstuben gebracht. Jetzt leiden wir Steuerdeppen halt einfach unter dem staatlich verordneten Kulturchaos...

Dienstag, 28. Dezember 2010

Frau Zappadong ist wieder zuhause

Da muss ich doch gleich ins "Halleluja" der Hausfrau Hanna einstimmen: Frau Zappadong ist wieder online!!! Hier der Willkommensgruss:

Samstag, 25. Dezember 2010

Weihnächtliche Ode an den Kapitalismus

Ich will den Kapitalismus lieben, weil soviel für ihn spricht.
Ich will den Kapitalismus lieben, aber ich schaffe es einfach nicht.

Dabei verdanken wir ihm eine Menge, was wäre unser Wohlstand ohne ihn?
Er ist das Element das uns verbindet, er ist der Strang an dem wir alle ziehn.
Er holt aus jedem von uns das Beste, hoch lebe die Konkurrenz.
Wo gestern noch Trabis stanken, fährt man heute BMW und Benz.

Ich will den Kapitalismus lieben, weil soviel für ihn spricht.
Ich will den Kapitalismus lieben, aber ich schaffe es einfach nicht.

Doch was ich bin, das bin ich durch ihn, ich habe ihn verinnerlicht, na klar.
Der Kampf ums Dasein hält mich in Bewegung, sonst wär ich faul, na ist doch klar.
Es ist sooft die Rede von sozialer Kälte, aber die gabs beim Neandertaler schon.
Jetzt haben wir wenigstens eine Heizung und warmes Wasser, Telefon.

Ich will den Kapitalismus lieben, weil soviel für ihn spricht.
Ich will den Kapitalismus lieben, aber ich schaffe es einfach nicht.

Das liegt wahrscheinlich an den Scheißverlierern, die sich immer auf die anderen verlassen,
die ihr Leben nicht geregelt kriegen und mir ein schlechtes Gewissen verpassen.
Das liegt an dieser christlichen Erziehung, an dieser komischen Schwäche für die Schwachen.
Als ob das die besseren Menschen wären, da kann ich ja nur lachen.

Ich will den Kapitalismus lieben, denn er liebt mich ja auch.
Er hat mir soviel gegeben, ich habe alles was ich brauch.

Obwohl ich ihn so hasse, und ich habe ihn scharf kritisiert,
aber er hat ein großes Herz, er hat mich voll integriert.

Ich will den Kapitalismus lieben, und ich hoffe, das er es hört.
Ich will den Kapitalismus lieben, mit allem was dazugehört.

Ich will den Kapitalismus lieben, ich will und kann es nicht.
Und das wird solange weitergehen bis einer von uns zusammenbricht.

Ich will den Kapitalismus lieben, weil soviel für ihn spricht.
Ich will den Kapitalismus lieben, aber ich schaffe es einfach nicht."
Funny van Dannen

Freitag, 24. Dezember 2010

Weihnachtswünsche


Ich wünsche meinen BlogleserInnen ein frohes Weihnachtsfest!

Und dazu eine kleine Weihnachtsgeschichte: Die Eliten sollten ihre Stellung viel verantwortungsvoller nutzen.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Novalis: Wer Schmetterlinge lachen hört

Die Progressiven aus Germany der 70er Jahre!!!

Wer sie selbst erlebt hat (Grobschnitt, Hölderlin, Birth Control und eben: Novalis!), braucht heute weder Ritalin noch Psychotherapie:

Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß, wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein
ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.

Der wird zur Pflanze, wenn er will,
zum Tier, zum Narr, zum Weisen,
und kann in einer Stunde
durchs ganze Weltall reisen.

Er weiß, dass er nichts weiß,
wie alle andern auch nichts wissen,
nur weiß er, was die anderen
und er noch lernen müssen.

Wer in sich fremde Ufer spürt,
und Mut hat sich zu recken,
der wird allmählich ungestört,
von Furcht sich selbst entdecken.

Abwärts zu den Gipfeln
seiner selbst blickt er hinauf,
den Kampf mit seiner Unterwelt,
nimmt er gelassen auf.

Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein,
ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.

Der mit sich selbst in Frieden lebt,
der wird genauso sterben,
und ist selbst dann lebendiger,
als alle seine Erben.

Intelligenzfördernde Muttermilch

Das wird wohl die GM-Industrie* nicht gerne hören: Muttermilch erhöht nur bei Jungen die Intelligenz:

"... Eine lange Stillzeit fördert langfristig die intellektuellen Fähigkeiten - allerdings trifft das nur für Jungen zu, wie ein australisches Forscherteam in einer Studie herausgefunden hat. Knaben, die mindestens sechs Monate lang gestillt wurden, haben demnach einen höheren Intelligenzquotienten als Jungen, die entweder kürzer oder aber gar nicht die Brust bekamen. Verantwortlich dafür sind die Hormone ..."
Hier nachzulesen
* Gender-Mainstreaming

Montag, 20. Dezember 2010

Was "Erfolgsmenschen" gerne verschweigen...

Selbstverständlich haben auch wir in der Schweiz solche "Erfolgsmenschen", die so geschickt wie skrupellos das System ausnützen, um damit zu "Ruhm, Ehre und Reichtum" zu kommen. Weil ich heute jedoch einen netten Videobeitrag über Maschmeyer gefunden habe (das ist übrigens der, welcher seit August 2008 auch grösster Privataktionär von Swisslife ist), der diese durch die Politik legalisierten "Spielchen" perfekt beherrscht, verzichte ich auf Schweizer Beispiele.

Laut seinem Wiki-Eintrag propagiert er die in Erfolgsbüchern dargestellten Persönlichkeitseigenschaften wie positive Einstellung, Durchhaltevermögen und Mut als Grundlage von Erfolg.

Dass dies jedoch alleine nicht ausreicht, zeigt dieser nette Zusatzeintrag:

Die Universität Hildesheim hat Maschmeyer an seinem 50. Geburtstag am 8. Mai 2009 den Titel eines Ehrendoktors verliehen. Zuvor hatte er eine dortige Professur mit einer Spende von 500.000 Euro gefördert. Die Laudatio hielt Christian Wulff (S21!), bevor er dann in Maschmeyers Villa auf Mallorca zum Urlaub weilte.
Zur Nachahmung empfohlen, denn in unserem System sind ALLE käuflich:

Samstag, 18. Dezember 2010

Schminke lässt Frauen kompetenter aussehen

Da verwundert es mich nicht, dass Banksters nicht viel von Finanzen verstehen. Ihnen fehlt die dazu nötige Fachkompetenz, weil ihre Gehirnkapazität bereits mit allerlei Benimm- und Kleiderregeln ausgelastet ist:

Die Grossbank UBS hat ihren Mitarbeitern in der Schweiz nun noch zusätzliche Regeln auferlegt. Dazu gehört etwa, dass sie keine dicken Brieftaschen im Sakko tragen und nicht nach Zwiebeln oder Knoblauch riechen dürfen. Über Schuhe mit billigen Plastiksohlen muss man gar nicht reden, die sind natürlich ohnehin tabu. Es gibt auch Vorschriften für die Farbe der Unterwäsche (hautfarben), die Damen sollten keine roten Büstenhalter tragen, aber lieber geschminkt als ungeschminkt zur Arbeit erscheinen, denn: Schminke lasse Frauen kompetenter aussehen.
Quelle: Tagesschau.de

Freitag, 17. Dezember 2010

Wahrheit ist eine destabilisierende Kraft

Die Politik und ihre Hintermänner sehen alles ein bisschen anders als Otto Normalverbraucher:

Die US-Regierung sagt, die Wahrheit sei eine destabilisierende Kraft.
Hier nachzulesen: Wir hatten einen Notfallplan

Dienstag, 14. Dezember 2010

Wenn die letzten Helden sterben...

Mein geliebter Winnetou, mein hochgeschätzter Old Shatterhand, sie beide werden wohl endgültig in die ewigen Jagdgründe eingehen: Das Karl-May-Museum in Radebeul kämpft nämlich ums nackte Überleben.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Wie die Blasmusik die Musikausübung demokratisierte

Dass wir heute ein Musikinstrument erlernen können, verdanken wir unseren Blasmusikvereinen. Sie waren es, nebst den Chorvereinigungen, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Demokratisierung der Musikausübung bewirkten. Selbst Musik zu machen war vorher Privileg oder Aufgabe ganz weniger gewesen.

Eine Bandella-Formation (kleine Harmoniemusik) aus dem Tessin

Vorläufer der Blasmusiken waren, was die musikalischen Aufgaben und das Instrumentarium betrifft, einerseits die militärischen Feldspiele, andererseits die Stadtpfeifer und die fahrenden Musikanten, von denen ja eine direkte Linie auch zur Volksmusik im engeren Sinn führt. Für schweizerische Truppenspiele standen Repräsentativaufgaben in der alten Zeit im Hintergrund. Die Bläser, Pfeifer und Trommler hatten vor allem die Funktion, Signale zu übermitteln und – was in früheren Zeiten oft erwähnt wird – den Feind durch erschreckendes Getöse einzuschüchtern. Schweizer in fremden Diensten lernten aber auch andere militärische Musikformen kennen und brachten manches davon mit in die Heimat. Dies gilt etwa für Instrumente im türkischen Stil (Tschinellen, Schellenbaum, Triangel usw.) wie sie nach den Türkenkriegen des 17. Jahrhunderts in ganz Europa Mode wurden.

Ende des 18. Jahrhunderts wurden in der Schweiz die ersten zivilen Blasmusikvereinigungen gegründet und sie waren im 19. und 20. Jahrhundert von grosser gesellschaftlicher Bedeutung, weil sie für viele die einzige Möglichkeit waren, ein Instrument zu erlernen und sich das Notenlesen anzueignen. Die Instrumente wurden den Mitgliedern oft von privaten Gönnern zur Verfügung gestellt. Diese Bildungsfunktion verloren die Musikvereine erst mit dem Aufkommen der Jugendmusikschulen in den 1970er und 80er Jahren.

Abgesehen von wenigen Märschen, Liedern, Tänzen und Chorälen fehlte im 19. Jahrhundert ein eigenständiges Blasmusikrepertoire, so dass leistungsfähige Blasmusikvereine vornehmlich Bearbeitungen von Orchesterwerken, Opern- und Operettenthemen spielten. Vor dem Zeitalter von Grammophon und Radio verbreiteten v.a. die Blasmusikvereine bei Platz- und Promenadenkonzerten diese Melodien aus Oper und Operette. Erst nach 1900 entstanden Originalkompositionen für Amateurblasmusiken.

Bedeutung hatten die Musikvereine auch durch ihre Repräsentationsfunktion. Grössere Anlässe wie Dorffeste und Umzüge wurden und werden teils heute noch stets von Musikvereinen musikalisch umrahmt. Dies führte dazu, dass verschiedene politische Gruppierungen ihre eigenen Blasmusiken gründeten. So gab es in vielen Dörfern zwei Blasmusiken, eine katholisch-konservative und eine liberale. In Industriegebieten entstanden ab der Wende zum 20. Jahrhundert auch Arbeiter-Blasmusiken, die an den Manifestationen der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung, etwa dem 1. Mai, auftraten.

Bei den Blasmusikvereinen existieren heute vier verschiedene Besetzungstypen:
  • Die Harmoniemusik, die mit Blech- (u.a. Trompete, Horn) und Holzblasinstrumenten (u.a. Flöte, Klarinette, Oboe) sowie Schlaginstrumenten besetzt ist,
  • die Blechbesetzung (Fanfare), die eher ortsgebundenen Möglichkeiten als einer allgemeinen Besetzungsnorm angepasst ist (u.a. Flügelhörner, Trompeten und Schlagwerk),
  • die Metallharmonie (Fanfare mixte), die neben Blechblasinstrumenten aus Saxophonen und gelegentlich Flöten, Klarinetten und Schlagwerk besteht, sowie
  • die Brass Band mit einer standardisierten Blechbesetzung nach englischem Vorbild (u.a. Kornette, Hörner und Schlagwerk).
Die Schweizer Blasmusiken sind in Verbänden zusammengeschlossen. Sektionen (Vereine) bilden Kantonalverbände. In grösseren Kantonen existieren auch Regionalverbände und in einzelnen Kantonen Jugendmusikverbände. Der Dachverband ist der 1862 gegründete Schweizer Blasmusikverband SBV (ursprünglich Eidg. Blechmusikgesellschaft, ab 1905 Eidg. Musikverein, seit 1989 unter heutigem Namen). Der Schweizer Blasmusikverband umfasst heute über 2'200 Vereine mit rund 90'000 Aktivmitgliedern.

Quelle: Historisches Lexikon der Schweiz

...und zum Schluss lassen wir uns zünftig den Marsch blasen:

Montag, 6. Dezember 2010

Knecht Ruprecht ist unterwegs

Knecht Ruprecht, der Gehilfe des Heiligen Nikolaus, ist wieder unterwegs. Knecht Ruprecht (in der Schweiz: "Schmutzli", in Österreich/Bayern "Krampus") ist die Kehrseite des gutmütigen St. Nikolaus. Deshalb hier das Gedicht von Theodor Storm, der darin diese Kehrseite für die "bösen" Kinder thematisiert:

Knecht Ruprecht
Von drauß' vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit großen Augen das Christkind hervor;
Und wie ich so strolcht' durch den finstern Tann,
Da rief's mich mit heller Stimme an:
"Knecht Ruprecht", rief es, "alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Himmelstor ist aufgetan,
Alt' und Junge sollen nun
Von der Jagd des Lebens einmal ruhn;
Und morgen flieg ich hinab zur Erden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!"
Ich sprach: "O lieber Herre Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo's eitel gute Kinder hat."
- "Hast denn das Säcklein auch bei dir?"
Ich sprach: "Das Säcklein, das ist hier:
Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
Essen fromme Kinder gern."
- "Hast denn die Rute auch bei dir?"
Ich sprach: "Die Rute, die ist hier;
Doch für die Kinder nur, die schlechten,
Die trifft sie auf den Teil, den rechten."
Christkindlein sprach: "So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!"

Von drauß' vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich's hierinnen find!
Sind's gute Kind, sind's böse Kind?

Text: Theodor Storm.

Samstag, 4. Dezember 2010

Titus schon museumsreif?

BodeständiX grummelt in seinen nicht vorhandenen Bart und neidet Titus von der Augenreiberei diese Ehre:

Titus im Bode-Museum
Bisher sahen 6500 Zuschauer „Titus im Bode-Museum“. Ein sensationeller Erfolg!

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