Über die Änderung der uns auferlegten Normen
Ich habe mich manchmal über die Umwertung von Werten geärgert und dabei nicht bemerkt, dass ich damit dieser Umwertung unnötig Gewicht verleihe. Nun mach' ich es andersrum und werte die uns eingebläute Ordnung um:
Diese wunderbare Welt, in der wir leben, ist eher erstaunlich als bequem, eher schön als nützlich, eher ein Gegenstand der Andacht als der Ausbeutung. Die Ordnung der Dinge sollte daher geändert werden: der siebte Tag sollte der Tag der Arbeit sein, der Tag, an dem wir unseren Lebensunterhalt im Schweiße unseres Angesichts verdienen. Die übrigen sechs Tage sollten festliche Tage der Liebe und der Seele werden – eine Zeit, in der wir durch diesen weiten Garten streifen, um uns den sanften Einflüssen und subtilen Eingebungen der Natur zu überlassen.PS: Wer sich eingehender mit den Gedanken Thoreaus beschäftigen möchte, dem sei hiermit verraten, dass seine ca. 6'000 Seiten umfassenden Tagebuchaufzeichnungen täglich mit etwa hundertfünfzigjähriger Verspätung auf The Blog of Henry David Thoreau veröffentlicht werden.
Henry David Thoreau





1 Kommentare:
"Hoch lebe Henry David Thoreau!",
meint aus tiefster Seele und mit zustimmendem Kopfnicken
Hausfrau Hanna :-)
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