Freitag, 15. April 2011

Die Kapitulation vor dem Verbrechen

Über drei Billionen Euro Privatvermögen werden in der Schweiz gebunkert. Schätzungen gehen davon aus, dass 50 % bis 70 % dieses Geldes illegaler Herkunft sind. Ein dreistelliger Milliardenbetrag stammt von deutschen Steuerflüchtlingen.

Eine Studie der Bundesbank geht davon aus, dass 500 Milliarden Euro ohne Kenntnis des Fiskus im Ausland schlummern, ein Drittel davon in der Schweiz. Doch wer nun denkt, dass der deutsche Fiskus ein übermässiges Interesse daran hätte, diese Straftaten zu ahnden, der irrt. Wie die Nachrichtenagentur sda meldet, haben die deutschen Behörden hinter den Kulissen einen Deal mit dem Schweizer Bankhaus Julius Bär abgeschlossen. Die Bank zahlt einmalig 50 Mio. Euro Bussgeld, dafür stellen die Behörden die laufenden Verfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung ein. Das ist bereits skandalös – vollends skandalös wird dieser Deal allerdings, wenn man sich vor Augen hält, dass der Whistleblower, der die Verfahren gegen Julius Bär ermöglichte, seit Januar diesen Jahres ohne Verfahren und ohne Anklageerhebung in der Schweiz in Untersuchungshaft sitzt.

Ganzen Artikel lesen

1 Kommentare:

Titus

Die Kleinen hängt man, die Grossen lässt man laufen: Daran wollen wir doch nichts ändern, nicht wahr...? :-(

Ich fühle mich zunehmend motiviert, selber auch noch bald Steuern zu hinterziehen.

Übrigens, mindestens so skandalös ist die Praxis der Steuerflüchtlinge an sich. Man scheint sich damit irgendwie abgefunden zu haben...

Copyright 2007- : BodeständiX

Template 'CoolingFall' by Ourblogtemplates.com