Nie ohne Hamsterrad...
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| Bild hier ausgeliehen. |
In einigen Städten Europas war Marathon angesagt. Zehntausende von Verrückten wollten sich unbedingt über die Marathon-Distanz beweisen. Mit Schaum vor dem Gesicht, mit schmerzenden Gelenken, unterwegs als wandelnde Litfass-Säule quälten sie sich über asphaltierte Strassen.
Da frag' ich mich halt schon, was diese Menschen antreibt, sich solch' eine Tortur anzutun. Was fehlt denen eigentlich?
Lebenssinn?Oder gibt's noch andere Gründe? Kann mich da jemand aufklären?
Möglich, sonst wären sie wohl nicht so erpicht auf "Grenzerfahrungen" frei nach dem Motto: "Ich will wieder spüren, dass ich noch lebe”.
Erfolg?
Möglich, denn was der heutige Zeitgeistmensch im Beruf und im Alltag nicht schafft, das versucht er im Wettlauf gegen die Zeit zu erreichen.
PS: Ich hab's mir gestern Sonntag ganz gemütlich auf dem Liegestuhl gemacht, mich für die kommende Woche ausgeruht. Ich hab' mir nämlich vorgenommen, u.a. einen weiteren Teil des Gartens zu verschönern. Zwar ist auch dieses Projekt mit viel Schweiss verbunden, doch muss ich dafür weder Startgeld zahlen, noch mich als Litfass-Säule ausstellen. Den verdienten Applaus geb' ich mir selber.






7 Kommentare:
Marathomläufer|nnen lassen sich in 4 Gruppen einteilen:
1.) Die Professionellen, die's zum geldverdienen betrieben müssen = 2%
2.) Die Ver-rückten, = 10%
3.) Die Junkies, die masochistisch veranlagt sind und sich den Endorphin-Kick nur noch durch Ausdauerläufe erhalten = 85%
4.) Mitläufer die das mal versuchen wollen = 3%
;-)
@dan: Danke für diese überaus erhellende Aufstellung. Dann gibt's die Junkies auch hier. Hab' ich mir's doch fast gedacht. "No Drugs" ist eine Illusion.
ich kenne 2 Menschen, die sich schon ein paar Mal so etwas angetan haben. Sich selbst austesten, das war seine Motivation. Und so eine Zumutung vorzubereiten.
Und, klar die Endorphine.
Aber wird ja keiner gezwungen mitzumachen. Sogar das Bewundern geschieht auf freiwilliger Basis...
Und als schöner Mensch lieben Sie Sex. Läufer haben öfter Sex als unsportliche Mitbürger. Falls Sie erst spät mit Trainieren angefangen haben: Sie tun das Richtige. Die Harvard Universität fand heraus, dass Sportler im Alter zwischen 40 und 60 Jahren gleich oft sexuell aktiv sein können, wie 20 Jahre jüngere Nicht-Sportler. Und es wird noch besser. Läufer können ihre Erektion länger halten. Und Läuferinnen brauchen weniger lange, um zu einem Orgasmus zu gelangen.»
Hier findest Du die ganze Antwort. Also raus aus der Liege und weg mit der Wampe.
http://blog.tagesanzeiger.ch/outdoor/index.php/9558/sex-und-laufen-das-unschlagbare-doppel/
@antoine: Da widersprech' ich Dir vehement, denn wenn ich all' die "halb kotzenden", ausgelaugten Typen bei solchen Marterläufen sehe, kann ich mir schwerlich vorstellen, dass die öfters Sex haben... Aber vielleicht meintest Du das ja auch ironisch!
@theomix: Grenzen ausloten als persönliche Motivation kann ich mir gut vorstellen. Na, dann solen sie mal. Geschieht ja, wie Du schreibst, auf freiwilliger Basis (wobei ich, ganz ehrlich, diese Frei-Willigkeit ein bisscvhen anzweifle).
Letztes Jahr war ich an einem Halbmarathon und ich hoffe, dass es dieses oder nächstes Jahr für die volle Distanz reicht.
Ich empfinde Rennen und Velofahren als etwas Beruhigendes und Entspannendes.
Wenn mit der Zeit sich der Körper sich löst und Phantasien und Gedanken einfach so emporsteigen, empfinde ich das als Entspannung pur.
Für mich ist Ausdauersport eine Methode um die innere Zerrissenheit zu überwinden.
Es mag Pathetische tönen aber ich erlebe es so: Joggen und Velofahren ist Urlaub vom ICH.
Nach einer Ausdauerleistung bin ich ausgekotzt, leer und befreit. Danach kann ich mit frischem Elan neue Dinge beginnen.
Wer es nie ausprobiert hat, der kann es nicht nachvollziehen.
Mich nerven die Vorurteile, denen Ausdauersportler in links-liberalen Kreisen ausgesetzt sind.
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