Montag, 31. Januar 2011

Verteilt die Schweiz die Gelder demnächst nach unten?

Tut sich da was?

Im Frühling 2012 soll in der Schweiz eine Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen lanciert werden. Das planen Enno Schmidt und Daniel Häni von der Baseler Initiative Grundeinkommen.

Zur Vorbereitung der Volksinitiative veranstaltet man zusammen mit der Stiftung Kulturimpuls und der Agentur mit Grundeinkommen am 19. März einen Kongress in Zürich. Dort sprechen und diskutieren unter anderem der dm-Drogeriemarktgründer Götz Werner, der SCS-Gründer Anton Gunzinger, der ehemalige UBS-Chefökonom Klaus Wellershoff, der ehemalige schweizerische Vizekanzler Oswald Sigg, der Weltwoche-Verleger Roger Köppel, und Anna Rossinelli, die eidgenössische Grand-Prix-Vertreterin 2011. Am Vorabend der Veranstaltung zeigt der Fernsehsender 3sat, an dem auch die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG SSR beteiligt ist, im Rahmen der Themenwoche "Sein und Haben" die Dokumentation Bedingungslos glücklich - Freiheit und Grundeinkommen

Quelle: Heise online

Das Glaubensbekenntnis des neuen Menschen

Endlich ein Glaubensbekenntnis, das zu unserer aufgeklärten, modernen und fortschrittlichen (West-)Zivilisation passt (Verfasserin: Sibylle Berg):

Ich glaube nicht an Gott. Und beneide Menschen, die religiös sind. Haben Sie eine Idee, an was ich noch glauben kann?

Ein gepflegter Glaube erleichtert das Leben, denn er will nicht hinterfragt werden, er will nur...da sein. Wenn man sich in Wahnvorstellungen steigert, kann man den Glauben reden hören, er verlangt dann Rituale vom Gläubigen.

Ich glaube unbedingt an den überlegenen Sieg des Kapitalismus und das Ausbleiben einer Alternative. Unsere Städte werden sich im Zuge der Globalisierung so ähneln, dass wir die Wohnung, sofern wir noch eine haben, die wir bezahlen können, nicht mehr verlassen müssen. Die Städte bestehen aus Trikotagengeschäften, die alle dasselbe verkaufen, sie bestehen aus Büros, die nichts mehr herstellen außer Werbekampagnen für Schweinegrippe-Impfstoffe.

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Freitag, 28. Januar 2011

Wenn Menschen sich wehren, schweigt die Presse

Unsere Qualitätsmedien sind erstaunlich zurückhaltend in ihrer Berichterstattung über die Aufstände im arabischen Raum. Begreifen sie die Tragweite nicht? Oder...

...sind sie schon derart vertieft in ihrer Rolle als Wasserträger des Establishments, dass sie sie sehen, aber nicht ungefiltert vermitteln wollen? Sie warten auf Anweisung aus dem Kanzleramt. Und das wartet auf Anweisung aus Übersee.

Zehn Jahre überziehen wir die arabische Welt mit nacktem Terror, wir haben willfährige Despoten unterstützt, Folterzentren installiert, hunderttausende Araber ermordet. Wir haben mit Despoten Geschäfte gemacht, sie reich werden lassen, ihnen die Macht und die Mittel gegeben, ihr Volk zu unterdrücken. Dann haben wir in den Ländern mit der angenehmen Friedhofsruhe Urlaub gemacht.

Wir, dass sind die "Demokraten", dieses verdammte Lügendickicht. Wir stecken mittendrin in dieser Revolution, wir haben sie verursacht.

Quelle: Das Gelbe Forum

Politisches zum Freitag

Man sollte in der Politik nicht von einem Kopf-an-Kopf-Rennen sprechen, wenn zwei Ärsche gegeneinander antreten.
Im weltweiten Netz gefunden

Dienstag, 25. Januar 2011

Was Genitalien über Deine Zukunft aussagen können

Man/frau kann sich seine Zukunft aus der Hand lesen lassen. Oder aus den Sternen. Oder aus den Karten. Oder von Mike Shiva...

Zu meinem nicht kleinen Entzücken habe ich heute eine ganz neue Möglichkeit der Zukunftsdeuterei entdeckt:

Mit einer fachmännischen/-frauigen Analyse des Penis oder der Vagina kann so einiges über die Zukunft herausgefunden werden!
Martha Olschewski, Genitalleserin und Fachfrau auf dem Gebiet der Astrologie, kann nämlich nach Begutachtung des Genitals detaillierte Aussagen über den/die Ratsuchende/n und dessen/deren Zukunft machen.

Bodeständix sieht sich wieder einmal darin bestätigt, dass es hier auf Erden tatsächlich nichts gibt, dass es nicht gibt:

Der Beweis: Website der Genital-Leserin.

Sonntag, 23. Januar 2011

Schläft ein Lied in allen Dingen

Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst du nur das Zauberwort.

Joseph von Eichendorff, 1788-1857)

Samstag, 22. Januar 2011

Wer füttert wen?


Ein im Jahre 1911 in einer IWW Zeitung veröffentlichtes Bild, das die bürgerliche Klassengesellschaft illustriert. Es basiert auf einem Flyer der "Union der russischen Sozialisten", der ca. 1901 erschienen ist.

Heute ist zum Glück alles anders...

Freitag, 21. Januar 2011

Der Sparstrumpf Schweiz hat ausgedient

Wo liegen auch nur die Gelder des (früheren) Diktators Ben Ali?

In der Schweiz?
Wohl kaum.
Wenn der Schweizer Bundesrat beschliesst, allfällige Gelder von Zine al-Abidine Ben Ali zu sperren, dann sind die Gelder anderswo.

Und überhaupt: Diktatoren, Drogenbarone, Mafia-Bosse wie andere ehrenwerte Männer und Gesellschaften haben jüngst ihr Handbuch der schwarzen Konten - Kapitel "Wie sichere ich mir den Ruhestand" - umschreiben müssen:

Spare in der Schweiz... und du bist es los

Donnerstag, 20. Januar 2011

Die Macht der Bildersprache

Sarkozy mit seinem tunesischen Amtskollegen Ben Ali in Tunis (2008). 
Foto entlehnt aus dem FAZ.net

Zwei überaus nette Herren, die sich glänzend unterhalten.
Worüber?
Entsprechende Vorschläge nehme ich gerne entgegen!

Mittwoch, 19. Januar 2011

Schweinefleisch ist out

Unsere Schweine etc. sind verseucht: Dioxin!
Verständlich, dass gesundheitsbewusste Menschen nach Alternativen Ausschau halten:

Die Angst vor dem Katzenfresser
PS: Nach Ansicht von Feinschmeckern ist Katzenfleisch viel zarter als Kaninchenfleisch.
PPS: Menüvorschlag: Katzen-Filet nur kurz bei starker Hitze anbraten. Würzen mit etwas Salz, Pfeffer, Knoblauch und frischem Koreander. Als Beilage passt Wildreis optimal. Weinempfehlung: Rioja.
PPPS: Meine beiden Katzen finden das nicht lustig.

Dienstag, 18. Januar 2011

Wie wir den Kapitalismus überwinden

Endlich machen es uns die deutschen Genossinnen und Genossen vor, wie der Kapitalismus zu überwinden ist:

Wühlmäuse in die Aufsichtsräte

Doch halt! Unser Obergenosse Moritz wühlt demnächst ja auch als Verwaltungsrat beim grössten Zubetonierer der Schweiz.

Leute, endlich tut sich was!

Montag, 17. Januar 2011

Bescheidenheit ist eine Zier

Heute und morgen tagen die "Mächtigen" der Schweiz im Nestlé-Bildungszentrum "Rive-Reine".  Bodeständix wünscht ihnen einen flotten Tagungsverlauf und kann überhaupt nicht verstehen, dass Menschen etwas gegen solche Geheimtreffen haben: Rive-Reine: Das „Mini-Bilderberg“ Treffen

Denn mann hängt doch nicht alles an die grosse Glocke, wenn mann fürs "Vollch" nur s'Beste plant...

Donnerstag, 13. Januar 2011

Betteln im Internet-Zeitalter

In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts entdeckte ich eine überaus faszinierende Branche: Das Bettlergewerbe. Ich liess mich dabei von einem Meister seines Faches über erfolgreiches Spendenmarketing aufklären. Dank dieser Erfahrung kann ich bis heute nicht verstehen, weshalb sich unsere Gesellschaft so herablassend gegenüber Bettlerinnen und Bettlern benimmt: Das Betteln adeln.

Seit kurzem muss ich nun mein Wissen updaten, denn die Obdachlosen Lyndon Owen und José Manuel Calvo aus Madrid haben ihr Betteln an das Internetzeitalter angepasst. Mit Pappschildern zeigen sie buttonähnlich, wofür sie Geld benötigen: "Für Bier", "für Wein", "für Whiskey" oder "für den Kater".

Und wenn diese ehrlichen Schilder den Passanten ein Lächeln entlocken, dann ist der Schritt zum Geldbeutel auch nicht weit. Als Dank verweisen die zwei noch auf ihre Homepage:

www.lazybeggers.com

Dort kann man per Paypal weiter spenden und dafür Geschichten aus dem alltäglichen Obdachlosendasein lesen. Bereits der Schreibfehler auf der Seite "begger" ist eine solche kleine Geschichte:

Der Kumpel, der uns die Seite eingerichtet hat, war so betrunken, dass er die Buchstaben nicht mehr klar erkennen konnte.

Quelle: shortnews

Dienstag, 11. Januar 2011

Die westliche Kultur auf einen Nenner gebracht

Im Leben lernt der Mensch zuerst gehen und sprechen.
Später lernt er, still zu sitzen und den Mund zu halten.
Gefunden im Gelben Forum

Montag, 10. Januar 2011

Gefährliche Alternativmedizin

Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie sich die sog. "Qualitätsmedien" für fragwürdige Kampagnen einspannen lassen.

Dazu muss ich ein bisschen ausholen. Ich bekomme täglich via kostenlosen Google Alerts-Dienst die verschiedensten Online-Beiträge per E-Mail zugestellt. Aktuelles Beispiel: Alle Online-Beiträge, die sich mit  "Alternativmedizin" befassen (brauche ich für einen Kunden). Anfangs letzter Woche wurde mir also die folgende Titelüberschrift zugespielt:

Alternativmedizin ist alles andere als harmlos
Im entsprechenden Text wird auf die "schrecklichen Gefahren der Alternativmedizin für Kinder" hingewiesen, weil in einer Studie, welche australische Kinderärzte kurz vor Weihnachten veröffentlichten, 39 Zwischenfälle aufgelistet wurden, die bei Kindern in einem Zeitraum von zwei Jahren im Zusammenhang mit Komplementärmedizin aufgetreten sind.

Solche Zwischenfälle  müssen natürlich der Welt mitgeteilt werden. Denn: Komplementärmedizinische Therapien können die Gesundheit Ihres Kindes gefährden. Hände weg!

Diese Zeitungsmeldung bekomme ich also täglich per E-Mail zugeliefert. Und heute zieht auch die Schweiz mit der NZZ nach...

Cui bono?

Freitag, 7. Januar 2011

Endlich wieder harte Zeiten!

Nach der Modewelle der "sanften Biere" kommen glücklicherweise wieder härtere Zeiten auf uns zu: Bier für Punks! Die junge schottische Brauerei Brew Dog preist nämlich ihre Produkte als "Punk unter den Bieren" an.

Neben üblichen Pilsgetränken mit fünf Prozent Alkohol bieten die Schotten Steigerungen: Starkbiere mit zehn und 18 Prozent sind der Einstieg, dann folgt ein Getränk namens "Tactical Nuclear Penguin" mit bieruntypischen 32 Prozent Alkohol. Durch mehrfaches Einfrieren wurde dem Bier Wasser in Form von Eiskristallen entzogen und es so konzentriert. Ihr stärkste Bier ist eher ein Hopfenschnaps: 41 Prozent Alkohol. Der Name: "Sink the Bismarck"! (Quelle: dpa)

Na dann: Prost auf die kommenden harten Zeiten!

Die SVP entdeckt die Alternativmedizin

Die Welt spielt einfach verrückt: Da setzt sich ein wackerer SVP-Mann (Ständerat Alex Kuprecht) für die Alternativmedizin ein:

Die Komplementärmedizin ist auch viel günstiger, der Anteil an den Gesamtkosten beträgt weniger als ein Prozent
und fordert den zuständigen Gesundheitsminister Didier Burkhalter dazu auf:
keine weiteren Runden mit neuen Experten zu drehen, sondern den Volksentscheid ohne Wenn und Aber ernst zu nehmen und den Verfassungsentscheid umzusetzen
Wo er recht hat, hat er recht.

Kuprecht ist von Burkhalter enttäuscht:
Als er noch Ständerat war, hat er sich für die Komplementärmedizin stark gemacht. Heute ist von diesem Engagement manchmal nicht mehr viel zu spüren
Ist doch klar, als Gesundheitsminister hat er jetzt der Pharmaindustrie zu dienen.

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Jung, potent und fruchtbar im Neuen Jahr!


Symbol der Unsterblichkeit und Sinnlichkeit, Baum des Lebens im Paradies: Der Granatapfel ist eine der ältesten Kulturpflanze und Heilfrucht der Menschheit.

Seit fünf Jahrtausenden wird er von uns Menschen gehegt und gepflegt. Ursprünglich war er in Asien zuhause, heute gedeiht der gesunde Granatapfel, der wegen seiner zahlreichen Kerne früher als Symbol für Fruchtbarkeit galt, jedoch vor allem im Mittelmeerraum und im nördlichen Afrika.

In der Volksmedizin des 16. Jahrhunderts werden die Granatapfelschalen als Heilmittel gegen Würmer genutzt, wie Hieronymus Bock überliefert:
„Constantinus schreibet / so man der Granaten schelet im Wein kocht / und denselben zu trincken gibt / der soll alle Würm im Leib tödten und außtreiben“.
Im Ayurveda schätzt man den Granatapfel als kühlend und entzündungshemmend. Er ist reich an Kalium und Vitamin C und enthält zahlreiche Polyphenole wie z. B. Punicalagin, Ellagsäure und Gallussäure. Der Granatapfel wird seit einigen Jahren auf seine möglicherweise krebshemmende Wirkung untersucht, die an Zellkulturen schon erfolgversprechende Ergebnisse liefert.

Über 250 wissenschaftliche Studien zeigen, dass der Granatapfel eine positive Wirkung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Arthritis hat (haben könnte... lt. Wissenschaft!). Er wirkt auch dem Alterungsprozess entgegen, erhöht - mann höre und staune - die Potenz und Fruchtbarkeit.

Mittwoch, 5. Januar 2011

PolitikerInnen sind nicht so dumm, wie wir sie sehen

Mein hochgeschätzter Herr Kästner, das ist nur die eine Seite der trüben Medaille:

Wenn ein Kolonialwarenhändler in seinem kleinen Laden so viele Dummheiten und Fehler machte wie die Staatsmänner und Generäle in ihren grossen Ländern, wäre er in spätestens vier Wochen bankrott.
Erich Kästner
Nicht nur Herrn Kästner erscheint es so, auch wir meinen zu erkennen , dass Staatsmänner und -frauen unglaubliche Fehler machen (die wir Steuerdeppen dann berappen müssen). Doch eben: es scheint nur so, denn jeder "staatsmännische" Fehler füllt irgendeinem Hintertanen die Taschen. Merke: PolitikerInnen sind nicht so dumm, wie wir sie sehen. Sie dienen "treu" verschiedenen Interessen (nicht unseren!) und dafür werden sie fürstlich entlohnt.

Voraussage Bodeständix: 2011 werden wir noch einige entsprechende Müsterchen serviert erhalten - nicht nur von WikiLeaks!

Montag, 3. Januar 2011

Die rote Elite ist keinen Deut besser!

Jetzt glaub' auch ich an den kommenden Weltuntergang! Die Elite der Rothäute kopiert schamlos das System der Bleichgesichter und zockt dabei mächtig ab:

In vielen Reservaten herrscht Armut, doch die Häuptlinge kassieren ab: In Kanada verdienen Dutzende indianische Politiker mehr als der Premierminister. Selbst der Stammesrat einer 300-Seelen-Gemeinde verdient Hunderttausende Dollar. Die Bevölkerung ist empört.
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Samstag, 1. Januar 2011

Rilkes Worte zum Neuen Jahr

Wir
wollen
glauben
an
ein langes Jahr,
das uns gegeben ist,
neu,
unberührt, voll nie gewesener Dinge,
voll nie getaner Arbeit,
voll Aufgabe,
Anspruch und Zumutung.
Wir wollen sehen,
dass wir's nehmen lernen, ohne allzu viel fallen zu lassen
von dem
was es zu vergeben hat, an die, die Notwendiges, Ernstes und
Grosses von ihm verlangen.
Rainer Maria Rilke

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